SEMPACH: Stadtschreiberin ficht Kündigung an

Die Stadtschreiberin von Sempach, die nach elf Jahren im Amt freigestellt wurde, wird die Kündigung anfechten. Mit diesem Schritt wolle sie den wahren Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfahren.

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Edith Meier war während mehr als elf Jahren Stadtschreiberin und Chefin der Stadtverwaltung mit über 15 Mitarbeitern. «Ich werde die Kündigung anfechten», sagt sie auf Anfrage. Die Situation sei für sie im Alter von 58 Jahren extrem schwierig. «Die Kündigung hat mich überrascht, und ich kenne bis heute den effektiven Grund nicht, was mich sehr beschäftigt», sagt sie.

Zur Begründung des Stadtrates, ihr Führungsstil sei nicht zeitgemäss, vermutet sie: «Ich war vielleicht zu korrekt. Man will von mir eine Führung, dabei verfüge ich gar nicht über die dafür nötigen Weisungskompetenzen.» Sie wäre bereit gewesen, den Führungsteil abzugeben und das Pensum zu reduzieren, darauf sei man aber nicht eingegangen. Sie habe bisher keine konkrete Begründung und damit keine Gelegenheit erhalten, sich zu rechtfertigen. «Ich bin nicht fehlerfrei, aber ich habe keine Gelegenheit erhalten, etwas zu verbessern. Die Kündigung ist unverhältnismässig.»

Die Verwaltung wird derzeit interimistisch von den Stadtschreiber-Stellvertretern Corinne Achermann und Hanspeter Amrein geführt. Die Stelle wird laut Schwegler wohl Anfang 2015 ausgeschrieben.

Der Stadtrat hat das Arbeitsverhältnis mit der langjährigen Stadtschreiberin Edith Meier (58) am Montag aufgelöst. Wie Stadtpräsident Franz Schwegler auf Anfrage sagt, erfolgt die Kündigung per Ende Januar 2015; Ende Oktober wurde Edith Meier freigestellt. Der Grund für die Kündigung sei ihr «nicht zeitgemässer» Führungsstil.

sb