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Sempach stimmt auch über Umzonung beim Meierhof ab

Am 6. Juni befinden die Sempacher nicht nur über ein dickes Plus in der Rechnung, sondern auch über zwei Umzonungen. Eine davon beim historischen Meierhof.
Urs-Ueli Schorno
Auf dieser Wiese soll die neue Überbauung zu stehen kommen. Im Hintergrund: der Meierhof. (Bild: Pius Amrein (Sempach, 29. Mai 2018))

Auf dieser Wiese soll die neue Überbauung zu stehen kommen. Im Hintergrund: der Meierhof. (Bild: Pius Amrein (Sempach, 29. Mai 2018))

Mit einem Überschuss von 1,35 Millionen Franken schliesst die Sempacher Rechnung 2017 trotz eines gewährten Steuerrabattes von 1/20 mit einem dicken Plus ab. Dies bei Erträgen über 32,6 Millionen Franken. Veranschlagt war ein Überschuss von 389'000 Franken. Gut möglich also, das im Städtchen an der Generalversammlung vom 6. Juni wieder über eine Steuersenkung oder einen Steuerrabatt diskutiert wird. Der Satz liegt derzeit bei 2,05 Einheiten.

Weiter wird auch über zwei Zonenplanänderungen befunden. Einerseits an der Feld-/Hubelstrasse, wo die bestehenden 32 Wohnungen rückgebaut und 52 neue Wohnungen, im verdichteten Bauen, entstehen sollen. Die Ausnützungsziffer soll dabei auf 0,95 Einheiten festgelegt werden. «Die Ziffer leitet sich aus der städtebaulichen und architektonischen Eingliederung der Gebäude sowie der Freiraumqualität ab», sagt Bauvorsteherin Mary Sidler (CVP) dazu. Ein Grossteil der Mehr-Ausnützung werde zudem dadurch erreicht, dass die Tiefgarage vom Erdgeschoss ins Untergeschoss verlegt werde. Die Projektkosten sind noch nicht bekannt.

Kann beim Meierhof bald gebaut werden?

Daneben sollen auf der bisher unbebauten Parzelle beim historischen Meierhof elf 3½-Zimmerwohnungen, zwei Studios und ein Gewerberaum entstehen. Zuvor waren mehrere Projekte auf dem Landstück, das seit 1964 der Bauzone zugewiesen ist, von der Stadt zurückgewiesen worden. Bauvorsteherin Mary Sidler ist überzeugt, dass man mit dem vorliegenden, im Wettbewerbsverfahren auserkorenen Projekt nun das richtige gefunden hat: «Zwischen den neuen Gebäuden und dem Meierhof spannt sich ein Freiraum auf, der die Hofsituation stärkt und dem prächtigen Bauernhaus den nötigen Respekt einräumt.» Dies auch, weil zwischen dem vier- und dem dreigeschossigen Gebäudekörper immer wieder Durchblicke zum Meierhof gewährleistet würden.

Die Ausnützungsziffer der Parzelle soll dabei leicht erhöht werden – von 0,66 auf 0,72. Gegenüber geltendem Recht ist die Gebäudehöhe um 50 Zentimeter angehoben – 13 Meter waren bereits in der heutigen Zone möglich. Bauherrin ist die Hunziker Haustechnik AG. Die Gemeindeversammlung wird auch über die fünf verbleibenden Einsprachen befinden müssen.

Wegen seiner Effekte auf das denkmalgeschützte Ortsbild ist die Bebauung – trotz bereits bestehender Bauzone – nicht unumstritten. Architekt Roman Hutter betont, dass man dies sehr wohl im Projekt des Wettbewerbsverfahrens habe einfliessen lassen. «Dass es sich hierbei um eine sensible Eingliederung in einen historischen Kontext handelt, ist unbestritten. Unser Wettbewerbsansatz bestand jedoch darin, das Vorhandene nicht zu konkurrenzieren, sondern zu unterstreichen.» Dies geschehe beispielsweise über das Material Holz.

Noch nicht bekannt ist, wann im besten Fall die ersten Bagger im Gebiet beim Meierhof auffahren werden.

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