SEMPACH: Tesfay Simon gewinnt den Hellebardelauf

Am Samstag hat in Sempach der Hellebardelauf stattgefunden. In verschiedenen Laufdisziplinen haben sich die Sportler gemessen.

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Simon Tesfay gewann den Hauptlauf. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Simon Tesfay gewann den Hauptlauf. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Am Samstag fand der 29. Hellebardenlauf in Sempach statt. Zum zweiten Mal nach 2004 holte sich Tesfay Simon den Tagessieg am Hellebardenlauf in Sempach. Der Zürcher aus Uster distanzierte den in Buochs ansässigen Äthiopier Mesfin Müller um 8 Sekunden. Auch der Drittklassierte Berne Zeremariam (Zürich) war ein Afrikaner - mit 1:13 Minuten Rückstand auf den Sieger.

Obwohl der Sarner Philipp Linder als Vierter (2:30 zurück) das Podest klar verpasste, jubelte der Obwaldner beim Zieleinlauf wie ein Sieger. «Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass ich den Lauf gegen die schnellen Afrikaner nicht gewinnen kann, aber ich wollte erster Schweizer im Städtchen Sempach eintreffen. Und das klappte einmal mehr», erklärte der Obwaldner, nach dem ihm seine Frau mit einem herzlichen Kuss zur tollen Leistung gratuliert hatte.

Nicht ganz glücklich zeigte sich OK-Präsident Hans Kunz. Und das nicht wegen den Leistungen der 1300 Läuferinnen und Läufer, sondern über das Teilnehmerfeld. Kunz musste zur Kenntnis nehmen, dass die Teilnehmerzahl gegenüber dem letzen Jahr um rund 150 Einheiten gegenüber dem letzten Jahr tiefer war. «Ich weiss nicht, warum heuer weniger am Start standen», erklärte er nach dem Lauf. Als mögliche Ursache sieht er das hochsommerliche Wetter nach einer längeren, doch eher kühleren Periode. «Einen andern Grund kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.»

Nichtsdestotrotz machen die Organisatoren mit viel Elan weiter. Denn im nächsten Jahr steht das 30-Jahr-Jubiläum an. Und dann wollen die Sempacher Organisatoren nicht nur mit einer tadellosen Organisation glänzen, dann soll auch die Teilnehmerzahl ganz nach dem Gusto des OK-Präsidenten sein.

René Leupi