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SEMPACH: Therapeuten in Lebenskrise

Das Stück «Trommeln über Mittag» widmet sich der Psychotherapie. Dabei kommen die Therapeuten selber ins Stolpern.
Beni Elmiger als Therapeutin Yvonne behandelt Sabrina Meyer – gespielt von Melanie Elmiger. (Bild: Marco Sieber/PD (Sempach, 1. Mai 2018))

Beni Elmiger als Therapeutin Yvonne behandelt Sabrina Meyer – gespielt von Melanie Elmiger. (Bild: Marco Sieber/PD (Sempach, 1. Mai 2018))

Die 55-jährige Beni Elmiger zeigt sich auf der Bühne vielseitig: Sie steckte für die Theatergesellschaft Sempach schon in der Tracht der quirligen Schwester Mary Patrick in «Sister Act», gab eine fröhliche Witwe und bekleidete drei verschiedene Rollen aufs Mal. «Ich bin ziemlich offen für alles. Deshalb bekomme ich auch immer wieder andere Rollen», lacht sie.

Im aktuellen Stück «Trommeln über Mittag» der Theatergesellschaft Sempach steht Beni Elmiger als Therapeutin Yvonne auf der Bühne. Im stetigen Wettstreit packt das Therapeutenpaar Yvonne und Alfred (Viktor Schürmann) immer wieder neue Therapieformen aus: eine Kristalltherapie etwa, Kundalini-Yoga oder auch eine «Tunnelreise». Für die Blessuren und seelischen Wehwehchen der Klientel scheint alles recht zu sein – jedoch nicht billig. Schliesslich sollen die Therapien ja Geld einbringen. Denn nicht nur die Patienten haben ihre Lebenskrisen, auch das Therapeutenpaar verheddert sich immer wieder in den Fallstricken des Beziehungsalltags. Das gilt aber nicht nur im Theater: Mit dabei auf der Bühne ist auch Beni Elmigers Tochter Melanie Elmiger – als «Patientin» Sabrina Meyer sitzt sie auf dem Behandlungsstuhl.

Nach aussen ruhig – im Innern ein Vulkan

Der Sempacher Regisseur Marco Sieber blickte nach der Hauptprobe am Dienstagabend der Premiere vom Freitag zuversichtlich entgegen. «Es kommt gut.» Die «Dynamik» ist dem Profi in diesem «überzeichneten Kammerspiel» sehr wichtig. Nein, es sei kein leichtes Stück. «Die Emotionen müssen intensiv gelebt werden.» Exaktes Spiel, gezielte getimte Bewegungsabläufe, präzise Sprache sind «unabdingbar.»

Einige junge Leute stehen mit auf der Bühne. Da sind erfahrene Darsteller wie eben Beni Elmiger für das Ensemble Gold wert. «Es ist super, mit Beni zu arbeiten», rühmt der Regisseur denn auch. «Sie kennt die Abläufe, ist sou­verän, bleibt immer locker.» Immer? Sie kenne auch das Lampenfieber, verrät sie: «Nach aussen bin ich ruhig, aber innen wühlt ein Vulkan.» Nun, das dürfte sich wohl bei der Premiere bald legen: Lacher und Szenenapplaus über die vielen witzigen und schrägen Momente dürften in der Sempacher Zehntenscheune am Freitag nicht lange auf sich warten lassen.

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Vorstellungen: 4., 5., 9., 11., 12., 18., 19., 25., 26. Mai jeweils um 20 Uhr. 13. Mai um 17 Uhr.

Infos und Reservation unter

www.theater-sempach.ch

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