SEMPACH: Widerstand gegen rechtsextreme Veranstaltung

Für den Samstag, 11. Juli haben Rechtsextreme zu einem Gedenkmarsch zur Schlachtfeier aufgerufen. Dagegen wehrt sich die Juso des Kantons. Vorerst nur bei den Behörden. Die Juso ist nicht allein. Bereits hat die Antifa Zentralschweiz eine Gegenveranstaltung angekündigt.

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Es wäre nicht das erste Mal, dass Rechtsextreme in Sempach aufmarschieren. Das Bild zeigt den Gedenkmarsch von 2008. (Bild: Adrian Stähli / Neue LZ)

Es wäre nicht das erste Mal, dass Rechtsextreme in Sempach aufmarschieren. Das Bild zeigt den Gedenkmarsch von 2008. (Bild: Adrian Stähli / Neue LZ)

Die Juso des Kantons Luzern wehrt sich gegen den angekündigten Gedenkmarsch von rechtsextremen Personen am kommenden Samstag in Sempach. Nach Ansicht der Partei sei für eine solche Veranstaltung eine Bewilligung des Kantons nötig. Beim Kanton Luzern liegt allerdings kein Bewilligungsgesuch vor. «Enstprechend ist die Kantonspolizei aufgefordert, die Veranstaltung zu unterbinden», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Andernfalls plane die Juso eigene Massnahmen.

Aktiv wurde bereits die antifaschistische Bewegung Antifa Zentralschweiz. Unter dem Motto «Kein Fussbreit dem Faschismus» ruft sie am 11. Juli zur Demonstration auf. «Lasst uns den Nazis mit Zivilcourage und Entschlossenheit entgegentreten», heisst es in einer Mitteilung. Ein Demonstrations-Gesuch sei bereits bei der Stadtverwaltung Sempach eingereicht worden.

Die Juso nimmt zudem den neugewählten SVP-Regierungsrat Paul Winiker in die Pflicht. Winiker solle sofort Massnahmen gegen die Veranstaltung ergreifen «und ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass dem Rechtsextremismus im Kanton Luzern kein Platz eingeräumt wird».

pd/spo