SEMPACH: Wie viele Mehlschwalben leben im Alpenraum?

Am 20. Mai beginnt eine Volkszählu8ng der besonderen Art. Gezählt werden die Nester der Mehlschwalben. Der Aufruf der Schweizerischen Vogelwarte Sempach gilt insbesondere der Bevölkerung in den Alpen und Voralpen.

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Die jungen Mehlschwalben werden in ihrem Lehmklümpchen-Nest mit Insekten gefüttert. (Bild: pd/Marcel Burkhardt)

Die jungen Mehlschwalben werden in ihrem Lehmklümpchen-Nest mit Insekten gefüttert. (Bild: pd/Marcel Burkhardt)

Die Mehlschwalbe ist leicht an der weissen und blauschwarzen Färbung zu erkennen. (Bild: pd/Dinah Saluz)

Die Mehlschwalbe ist leicht an der weissen und blauschwarzen Färbung zu erkennen. (Bild: pd/Dinah Saluz)

Die Mehlschwalbe steht unter Druck. Ihr Nest aus Lehmklümpchen wird wegen möglicher Verschmutzungen durch Kot immer weniger an Aussenfassaden von Gebäuden toleriert. Seit 2010 wird die Mehlschwalbe daher auf der Roten Liste der gefährdeten Brutvogelarten als «potenziell gefährdet» aufgeführt, heisst es in einer Medienmitteilung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach.

Letztes Jahr hatte die Vogelwarte die Bevölkerung aufgerufen, an einem wissenschaftlichen Projekt mitzumachen. Die Standorte und der Zustand der Mehlschwalbenkolonien in sämtlichen Regionen der Schweiz sollten besser bekannt werden. Daraufhin zählten 288 Freiwillige in insgesamt 733 selber gewählten Untersuchungsgebieten die Mehlschwalbennester. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, die Förderung der Mehlschwalbe zu optimieren.

Allerdings bekamen nicht alle Nester der kleinen Glücksbringerin überall die gleiche Aufmerksamkeit. «Während sich viele Freiwillige zur Zählung der Mehlschwalbennester im Mittelland aufgemacht haben, sind aus dem Alpenraum nur spärliche Meldungen eingegangen», stellt Projektleiterin Stephanie Michler fest. Und sie fügt hinzu: «Dieses Jahr gilt es vor allem entlang der Voralpen und in den Alpentälern Lücken zu schließen.»

Die Mehlschwalbenvolkszählung wird im Rahmen des neuen Schweizer Brutvogelatlas durchgeführt, für den zur Zeit die Feldarbeit läuft. Das Mitmachen bei dieser Volkszählung ist nach Angaben der Vogelwarte einfach und braucht nur ein wenig Zeit. Die Daten werden primär via die Online-Plattform www.delichon.ch gesammelt.

pd/zim

So erkennt man die Mehlschwalbe

Die Mehlschwalbe ist kleiner als die Rauchschwalbe und hat einen kürzeren, nur leicht gegabelten Schwanz; Kopf und Rücken sind blauschwarz gefärbt, Bauch und Bürzel sind weiss. Verwechslungsgefahr besteht mit der Uferschwalbe. Deren helle Unterseite wird allerdings von einem braunen Brustband unterteilt. Weitere Infos: www.vogelwarte.ch/mehlschwalbe.