SEMPACHERSEE: 278 Einsprachen gegen das Sempi-Schiff

Bis im Sommer 2008 soll der Entscheid fallen, ob der Sempachersee ein Passagierschiff verträgt. Vorerst sind 278 Einsprachen zu behandeln.

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Am Ufer des Sempachersees.

Am Ufer des Sempachersees.

Nach Ablauf der öffentlichen Auflagefrist sind gegen die fünf in Sursee, Schenkon, Eich und Nottwil (2) geplanten Anlegstellen für das Sempi-Schiff beim Kanton insgesamt 278 Einsprachen eingegangen. Das bestätigt Sven-Erik Zeidler, Leiter der Diensstelle für Raumentwicklung, Wirtschaftsförderung und Geoinformation (rawi).

Der mit Abstand grösste Teil (270) stammt von Privatpersonen. Zwei Einsprachen kommen von Gemeinden, fünf von Korporationen und anderen Institutionen sowie wie eine von einer Partei.

Konkretere Angaben zu den Einsprechern macht das rawi nicht. Bekannt ist, dass Sursee wegen offenen Sicherheitsfragen für Badende und Pedalofahrer im Triechtergebiet vorsorglich Einsprache gemacht hat.

Unter den Institutionen figuriert die Vereinigung Pro Sempachersee, die zusammen mit acht weiteren Schutzorganisationen wie WWF, Pro Natura und Luzerner Natur- und Vogelschutzverband, die eine 40-seitige Einsprache und einer langen Liste von Einwänden eingereicht hat.

Pro Sempachersee will das Schiff wegen befürchteten Konflikten mit der Natur, dem Erholungsraum und der Sicherheit verhindern.

Entscheid bis in sechs Monaten
Zeidler rechnet damit, dass Bund und Kanton innerhalb von sechs Monaten einen Entscheid fällen, ob eine Personenschifffahrt auf dem Sempachersee möglich ist oder nicht.

Die Sempachersee Schiffahrt AG plant, das 150 Passagieren Platz bietende Sempi-Schiff im Frühling 2010 vom Stapel laufen zu lassen.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung