SEMPACHERSEE: Bald fliesst Strom durch diese Kunststoffrohre

Die Hochspannungsleitung unter dem See hat eine weitere Hürde genommen. Rohre von einer Länge von 2,4 Kilometer wurden gestern verlegt.

Roseline Troxler
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Mitarbeiter der Willy Stäubli Ingenieur AG bereiten auf dem Sempachersee die Kunststoffrohre für eine Hochspannungsleitung durch den See vor. (Bild Nadia Schärli)

Mitarbeiter der Willy Stäubli Ingenieur AG bereiten auf dem Sempachersee die Kunststoffrohre für eine Hochspannungsleitung durch den See vor. (Bild Nadia Schärli)

Die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) bauen durch den Sempachersee auf einer Länge von 2,4 Kilometer ein Seekabel. Es gehört zu einer Hochspannungsleitung mit einer Länge von 7,5 Kilometer. Die Leitung verbindet die Unterstation Sempach mit einer neuen Station in Oberkirch. Mit dem 15-Millionen-Projekt soll laut der CKW das Gebiet westlich des Sempachersees zuverlässig mit Strom versorgt werden. Gestern begannen die Hauptarbeiten.

Schiffe ziehen Rohre auf den See

Mit Schiffen wurden die Kunststoffrohre auf den See gezogen. Nachdem die Rohre an die richtige Stelle transportiert wurden, verschraubten Arbeiter diese auf einem Ponton. Nach dem Verschrauben wurden die Rohre mit Wasser gefüllt. Norbert Schlauri von der Willy Stäubli Ingenieuer AG sagt: «Vor dem Absenken wird im Innern der Rohre ein Gegendruck erzeugt, damit sie vom Aussendruck nicht verbeult werden.» Das Absenken war für gestern Nacht geplant.

Mitte April sollen laut Patrick Suter von der CKW die Hochspannungsleitungen durch die Rohre auf dem Grund gezogen werden. Diese Arbeit dauere mehrere Wochen. Die Gemeinden sollen laut der CKW ab Herbst an die neue Unterstation angeschlossen werden.