SEMPACHERSEE-ÜBERQUERUNG: Wetterglück und ein wenig Wellengang

Die meisten schwammen gestern ganz herkömmlich durch den Sempachersee. Aber auch Jogger gabs, die sich zum Wassertreten in die Fluten stürzten.

Drucken
Teilen
Auch das ist Seeüberquerung in Sempach: Teilnehmerinnen beim Aquajogging. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Auch das ist Seeüberquerung in Sempach: Teilnehmerinnen beim Aquajogging. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

«Drei, zwei, eins ?» Es platscht, es spritzt, und für einen kurzen Moment sieht man vom Ufer aus nur noch rotweisse Badekappen und jede Menge Arme, die wild rudernd durchs Wasser pflügen. Dann lösen sich die ersten Schwimmer aus der Menge der 451 Teilnehmer an der gestrigen Sempacherseeüberquerung und ziehen kraftvoll davon.

Die meisten Schwimmsportler gehen die gut 2 Kilometer lange Strecke von Nottwil quer über den See nach Sempach im 23 Grad warmen Wasser aber lieber gemütlich an. So auch Hans Jagau. Mit seinen 75 Jahren ist der Luzerner der älteste Teilnehmer. Er habe früher regelmässig bei der Seeüberquerung mitgemacht, in den letzten zehn Jahren allerdings nicht mehr. «Aber heute will ich es noch einmal wissen», sagt Jagau.

Eine Boje am Handgelenk als Pausenmöglichkeit
Für den Fall, dass sie unterwegs müde würden, haben die zehnjährige Vanessa Stadler und ihr achtjähriger Bruder Jonas aus Sursee vorgesorgt. Die beiden jüngsten Teilnehmer sind mit ihrem Vater geschwommen und haben sich je eine Rettungsboje ans Handgelenk gebunden. «Daran konnte ich mich festhalten, wenn ich mich kurz etwas ausruhen musste», erklärt Vanessa. Trotz der vielen Wellen habe es Spass gemacht. Auch ihr Bruder Jonas hätte es fast geschafft. «Leider musste ich nach der Hälfte aufhören und die restliche Strecke im Boot mitfahren, weil mir so kalt war», erzählt der Achtjährige.

Schwimmer jeder Altersgruppe anzuziehen, das sei das erklärte Ziel der Sempacherseeüberquerung, erklärte gestern Hubert Bühlmann, der Chef des Organisationskomitees: «Es soll ganz bewusst ein Anlass für Gross und Klein sein, deshalb gibt es auch keine Ranglisten.»

Mirjam Gast

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.