SEMPACHERSEE: Velowege sollen Konflikte lösen

Der Sempachersee ist bei Spaziergängern und Velofahrern beliebt. Doch die Erholungssuchenden kommen sich immer wieder in die Quere. Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht.

Cyril Aregger
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FDP-Kantonsrätin Rosy Schmid fährt mit dem Velo in Nottwil den Wanderweg am Ufer des Sempachersees entlang. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

FDP-Kantonsrätin Rosy Schmid fährt mit dem Velo in Nottwil den Wanderweg am Ufer des Sempachersees entlang. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Wege um den Sempachersee werden von Fussgängern, Velofahrern oder Inlineskatern rege genützt. «Der See erfreut sich steigender Beliebtheit», stellt FDP-Kantonsrätin Rosy Schmid (Hildisrieden) fest. Dies sorge auch für Probleme: «Auf der Nottwiler Seite des Ufers wird der Wanderweg auch von Velofahrern genutzt, was zu Friktionen zwischen Wandern und Velofahrern führt. Das ist nicht ideal.» Beschwerden – in erster Linie von Fussgängerseite – sind immer wieder an die Präsidentin von Sempachersee Tourismus herangetragen worden.

Nun will Schmid von der Kantonsregierung mittels Anfrage wissen, wie der Stand der Planung, respektive Umsetzung der Radwege um den Sempachersee ist und wie der Konflikt zwischen Fussgängern, Velofahrern und Inlineskatern angegangen wird. Bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur kann man sich derzeit angesichts der hängigen Anfrage an die Regierung nicht zum Stand Planung äussern.

Im Planungsbericht des Regierungsrates über die Ergänzung des kantonalen Radroutenkonzepts aus dem Jahr 2009 wurden die Velowege Sempach Station-Nottwil und Sempach-Schenkon zu Projekten der ersten Priorität erhoben. Allerdings sind die beiden Velowege im neuen Bauprogramm 2015-2018 für die Kantonsstrassen für den Topf B vorgesehen – das bedeutet, dass sie erst nach 2018 realisiert werden sollen. Das Bauprogramm 2015-2018 wird voraussichtlich im Herbst im Kantonsrat beraten.