SEMPI-SCHIFF: Schiff: Auch Sempach reicht Einsprache ein

Dem geplanten Sempi-Schiff schlägt ein eisiger Wind entgegen: Mehr als 300 Einsprachen sind beim Bundesamt für Verkehr eingetroffen – auch von der Gemeinde Sempach.

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Am Anfang stand diese Vision: Modell des Sempi-Schiffs aus dem Jahr 2002. (Bild Dorothea Müller/Neue LZ)

Am Anfang stand diese Vision: Modell des Sempi-Schiffs aus dem Jahr 2002. (Bild Dorothea Müller/Neue LZ)

Der Sempacher Stadtrat hatte für seinen Entscheid einen «fachkompetenten, auswärtigen» Rechtsanwalt beigezogen, weil das «komplexe» Dosser eine von Sempach losgelöste Beurteilung erfordert hätte, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Besprechung mit diesem habe «klare und sachliche Faktoren» geliefert und zur Einsprache beim Bundesamt für Verkehr geführt.

Anlegestelle wird verweigert
Auf das Gesuch der Schifffahrt Sempachersee AG sei nicht einzutreten und die Planungsgenehmigung nicht zu erteilen. Auf eine Anlegestelle beim Standort Seeallee sei zu verzichten. Dieses Vorgehen war auch in anderen betroffenen Gemeinden vorgesehen, wie frühere Nachfrage ergab. Laut Bundesamt für Verkehr (Bewilligungsbehörde) können die Gemeinden nur so ihre Interessen im Zusammenhang mit dem Schiff wahren.

Ein Jahr Zeit zur Analyse
Nach Ablauf der Frist sind laut «Radio Pilatus» mehr als 300 Einsprachen in Bern eingetroffen. Damit ist das Personenschifffahrt-Projekt vorderhand vom Tisch. Denn dem Bundesamt bleibe nun ein Jahr Zeit, um die Einsprachen zu analysieren und zu bewerten. «Die von den Initianten für den nächsten Herbst angepeilte Betriebsbewilligung dürfte damit kaum zu realisieren sein.»

scd/red