Senioren fühlen sich unsicher

Die jüngste Einwohnerumfrage zeigt, dass sich ältere Luzerner in ihren Gemeinden überproportional unsicher fühlen. Ihre Furcht ist nicht völlig unberechtigt.

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Drei ältere Männern wandern gemeinsam durch ein Waldstück. (Symbolbild Keystone)

Drei ältere Männern wandern gemeinsam durch ein Waldstück. (Symbolbild Keystone)

Die soeben erschienene Einwohnerbefragung von Statistik Luzern (Lustat) widerspiegelt das aktuelle Befinden der Luzernerinnen und Luzerner. Ein gewichtiger Aspekt darin ist die öffentliche Sicherheit. Insgesamt zeigt die Statistik hier ein sehr positives Bild auf: Knapp 79 Prozent der 4000 Befragten fühlen sich sehr oder eher sicher.

Eine Bevölkerungsgruppe schert dabei allerdings unübersehbar aus: die Gruppe der 65- bis 79-Jährigen. Lustat stellte die Frage: «Wie sicher fühlen Sie sich, wenn Sie nachts allein in Ihrem Wohngebiet unterwegs sind?» Mehr als 34 Prozent der Befragten zwischen 65 und 79 Jahren antworteten mit «sehr» oder «eher unsicher». Weitere 8,3 Prozent antworteten gar, dass sie «aus Sicherheitsgründen nie alleine unterwegs» seien. Das liegt weit über dem Durchschnitt von 2,2 Prozent. Weshalb?

Nicht öfter Opfer von Delikten

Grundsätzlich werden ältere Menschen nicht öfter Opfer von Strafdelikten als andere Personen. Laut einer Analyse des Verbands Schweizer Markt- und Sozialforschung (VSMS) zur Kriminalitätsfurcht ist sogar eher Gegenteiliges der Fall. Die Luzerner Polizei erfasst Straftaten nicht nach Alterskriterien, bestätigt aber, dass Senioren nicht überproportional oft Opfer von Delikten werden. «Sie sind jedoch bei gewissen Delikten sehr wohl potenzielle Opfer», sagt Polizeisprecher Urs Wigger. Dazu gehören etwa Trickdiebstähle beim vorgetäuschten Wechseln von Kleingeld. «Das lässt sich teilweise damit erklären, dass die Opfer aus einer anderen Generation stammen und bei Dingen, wie dem Geldwechseln, eher hilfsbereit sind, was dann ausgenutzt wird.»

Ismail Osman

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