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SENIOREN: Ü-60-Generation lässt es im Casino Luzern krachen

Die fünfte Jahreszeit kennt keine Altersgrenze nach oben. Farbig, fröhlich und beschwingt war die Stimmung der Junggebliebenen ab 60 Jahren im Casino Luzern.
Eine Polonaise-Schlange streift durch den Panoramasaal des Luzerner Casinos. (Bild: Boris Bürgisser)

Eine Polonaise-Schlange streift durch den Panoramasaal des Luzerner Casinos. (Bild: Boris Bürgisser)

Monika van de Giessen

redaktion@zentralschweizamsonntag.ch

Wenn Senioren Fasnacht feiern, dann bleibt kein Tanzbein still. Einmal mehr war die Seniorenfasnacht des Lozärner Fasnachtskomitee (LFK) im Panoramasaal des Casinos Luzern der absolute Renner. Zeitweise wurde es sehr eng auf der Tanzfläche. Das tat der grandiosen Stimmung indes keinen Abbruch.

Beeindruckend, wie sie sich zu den Klängen der Swinging Boys (Walter Brun, Röbi Odermatt, Pius Egli) zu Walzer, Tango, Foxtrott, Swing und Schottisch auf dem Parkett bewegten. Evergreens der 1950er- und 1960er-Jahre, wie beispielsweise «Eine Reise ins Glück», «Marina, Marina, Marina, du bist die Schönste der Welt», «La Paloma» oder zu «Junge, lass das träumen»,
luden zum Tanzen, Mitsingen, Mitschunkeln und zur Polonaise ein.

Auch punkto Kreativität machten die Senioren eine gute Falle. Die Ü-60-Generation steht jüngeren Fasnächtlern in keiner Weise nach. Ein absoluter Hingucker war «Heidi vom Gopf», die auf der Suche nach einem Mann mit «Pfopf» oder auch mit «Stotz» war.

Unter den 400 Besuchern war auch das Ehepaar Ernst (70) und Beatrice (68) Stocker aus Luzern. Es war das erste Mal dabei und genoss die fantastische Stimmung. «Uns gefallen vor allem das Ambiente, die vielen fröhlichen Menschen und die gute Musik», sagten die beiden. Sie bedauern es sehr, dass diese Art von Fasnachtsbällen in der Stadt verschwunden ist.

«Es hat zu wenig Männer»

Auf die Seniorenfasnacht aufmerksam gemacht wurden sie durch ihre Begleiterin, die 81-jährigen Pia Ulrich aus Luzern. Sie lässt seit einigen Jahren keinen Seniorenball aus. «Ich finde es schade, dass es immer zu wenig Männer zum Tanzen hat», bedauert die rüstige Seniorin. Apropos Tanzen: Auf die Frage, ob er denn gerne tanze, antwortete der höchste Fasnächtler, LFK-Präsident Marcel Manetsch: «Sagen wir es so, ich gebe mir Mühe, bin aber nicht der Obertänzer.» Einer der Höhepunkte des gestrigen Nachmittags war der Einmarsch der gesamten Entourage der Fasnachtsgewaltigen in vollem Ornat. Mit begeisterndem Applaus zogen diese zu den Klängen der Rüüdig-Samschtig-Musig im Saal ein. Spätestens jetzt war die Ü-60-Generation endgültig aus dem Häuschen. Jede wollte mit einem der Oberfasnächtler tanzen. «Mit der Seniorenfasnacht will das LFK einen Anlass für all jene Leute organisieren, die nicht ins Gewühl können oder wollen», erklärte LFK-Präsident Manetsch.

Rolf Keller vom Organisationskomitee stellt fest, dass ein solcher Anlass ohne Entgegenkommen des Gewerbes und des LFK kaum zu stemmen wäre. «Früher erhielten wir einen finanziellen Zustupf von Seiten der Stadt und des Kantons. Doch diese Zeiten sind vorbei», bedauert Keller. Die Luzerner Bäckermeister stellen aber jeweils über 400 Schenkeli und Krapfen her, die den Ballbesuchern gratis abgegeben werden.

Nach rund drei Stunden «Anbaggern» ist Heidi vom Gopf noch immer auf der Suche nach einem geeigneten Partner: «Ich glaube, es ist besser, wenn ich bei meinem Hund bleibe, denn der freut sich zumindest, wenn ich nach Hause komme.»

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