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Seniorenwohnungen im Missionshaus Höchweid: Eine halbe Million pro Wohnung

Aus dem Missionsseminar Höchweid werden Seniorenwohnungen. So sehen die Kosten für Interessenten aus.
Stephan Santschi
Das ehemalige Missionsseminar im Ruswiler Ortsteil Werthenstein-Höchweid. (Bild: Manuela Jans-Koch, 9. November 2018)

Das ehemalige Missionsseminar im Ruswiler Ortsteil Werthenstein-Höchweid. (Bild: Manuela Jans-Koch, 9. November 2018)

«Der Mensch bereist die Welt, um das zu suchen, was ihm fehlt. Und er kommt nach Hause zurück, um es dort zu finden.» Mit diesem Sprichwort eröffnete am Samstag Beat Paul Dahinden die Informationsveranstaltung in der Kapelle des Missionsseminars Höchweid oberhalb von Werthenstein. Der Entlebucher ist der Initiator des Projekts Bewia, das aus dem ehemaligen Gebäude der katholischen Ordensgemeinschaft eine begleitete Wohngemeinschaft für aktive Senioren machen soll (wir berichteten).

Ursprünglich wollte Dahinden diese Idee auf einer asiatischen Insel umsetzen. Doch als die Missionare von der Heiligen Familie im Jahr 2016 auszogen, weil ihnen der Raum und die finanzielle Belastung zu gross geworden waren, nutzte er die Gelegenheit, die sich praktisch vor seiner Haustüre ergeben hatte. Im letzten Mai nahm er mit seinen Mitstreitern die wohl grösste Hürde, als die Bevölkerung der Gemeinde Ruswil, auf deren Gebiet das 28700 Quadratmeter grosse Anwesen liegt, grünes Licht für die Teilrevision des Bau- und Zonenreglements gab. Im Juli kam es zur Gründung des Trägervereins Höchweid, der für den Unterhalt und den Betrieb der künftigen Seniorenanlage verantwortlich sein wird.

Aus der Kapelle wird ein Restaurant

Vorgesehen sind 21 Zweieinhalb- und 11 Dreieinhalbzimmer-Wohnungen für Menschen ab Mitte 50, die unabhängig und nicht pflegebedürftig sind. Sie können sich am Betrieb beteiligen und sich damit nach dem Berufsleben sowohl aktiv beschäftigen, als auch Gutschriften für soziale Dienstleistungen sichern. Aus der Kapelle soll ein Restaurant mit bis zu 120 Sitzplätzen entstehen. Zudem sind eine Wellness-Anlage mit Aussenpool und Sauna, eine Arztpraxis, eine Physioabteilung, ein Coiffeur-Salon und ein Kosmetikstudio geplant. Dem Projektleitungsteam um Dahinden ist es wichtig, dass die Immobilien nicht zu einem Spekulationsgut verkommen. Faire Preise für Mieter und Käufer seien darum garantiert.

Konkret heisst das auf Nachfrage: Die Miete für eine Wohnung beläuft sich auf etwa 1000 Franken pro Monat, der Kauf je nach Stockwerk und Grösse auf 400000 bis 600000 Franken. Ziel sei es, etwa die Hälfte der 32 Wohnungen zu verkaufen. «Aktuell haben wir 11 Interessenten auf unserer Liste. Wir geben uns ein Jahr Zeit, um etwa 20 bis 25 potenzielle Käufer zu finden, aus denen wir dann aussuchen können», erklärt Dahinden (Formulare auf www.bewia.ch). Erst wenn diese Vergabe gesichert sei, werde man das Baugesuch einreichen. Für 2022 ist der Start für den Umbau datiert, für 2023 der Bezug.

Betonfassade ist schützenswert

Als Nächstes sei nun viel Detailarbeit nötig. Einerseits wolle man ein Asbestgutachten in Auftrag geben, um «nicht in der Tinte zu landen», wie Dahinden sagt. Andererseits gelte es mit dem Kanton genau zu eruieren, worauf sich der Denkmalschutz des 1967 errichteten Betonbaus bezieht. Dieser ist von aussen zwar nicht sonderlich schön anzuschauen, anscheinend ist die Struktur der Fassade aber schützenswert. «Damit mussten wir uns abfinden», erklärt Dahinden und ergänzt: «Wichtig ist, dass wir für die Wohnungen Balkone anbringen können.»

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