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SENSATIONELL: Ende einer perfekten Badesaison

Nach 708 Sonnenstunden schliessen die Bademeister ihre Betriebe. Es war ein überdurchschnittlich erfolgreicher Sommer — ohne grössere Unfälle.
So schön war der Sommer. Auch Tobias genoss ihn in der Tribschenbadi in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

So schön war der Sommer. Auch Tobias genoss ihn in der Tribschenbadi in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Roger Rüegger und Carmen Desax

Ein heisser und sonniger Saisonabschluss wäre dann doch übertrieben gewesen. Nach einem herausragenden Sommer ist das Wetter nun wieder, wie wir es gewohnt sind. Zwischen Juni und August genossen wir in Luzern 708 Sonnenstunden, im Durchschnitt werden 559 Sonnenstunden gemessen.

Traditionell schliesst ein Grossteil der Schwimmbäder am Bettag, also morgen. Die meisten Bademeister werden ihre Betriebe zufrieden einstellen. Wieso auch nicht. Wurden doch die kühnsten Erwartungen übertroffen. Das Waldschwimmbad Zimmeregg Littau etwa besuchten 33 000 Gäste, was ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2013 ist (die Badi blieb im letzten Jahr geschlossen).

Aussergewöhnliche Umsätze

Das Strandbad Tribschen in Luzern verzeichnete mit 44 000 Badegästen gar ein Plus von 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Stefan Schlatter, Geschäftsführer der Hallenbad Luzern AG, die die beiden Badis führt, sagte. «Die Umsätze waren aussergewöhnlich gut. Dieser Sommer hat das letzte miserable Jahr wieder ausgeglichen.» Für die Mitarbeiter sei der Sommer hingegen eine Herausforderung gewesen, da im Juli und August fast ausnahmslos jeden Tag Badebetrieb herrschte. Dafür hätten sie jeden Tag glückliche Badegäste angetroffen, was die Arbeit angenehm gemacht habe.

Bereits letztes Wochenende hat das Badmeister-Ehepaar Zimmermann das Schwimmbad Bergboden in Wolhusen dicht gemacht. «Wir wollen das Schwimmbad und die Umgebung bis Ende Monat winterfest machen, daher haben wir die Saison bereits beendet», sagt Irene Zimmermann, die mit ihrem Mann Hans die Badi seit rund 30 Jahren führt. «Es war ein Sommer wie seit vielen Jahren nicht mehr, obwohl ich nach wie vor glaube, dass der im 2003 schöner war», sagt sie. Denn das Schwimmbad ziehe das Wasser aus der Wigger. Heuer habe man dies uneingeschränkt tun können. 2003 jedoch habe man dem Bach vorübergehend kein Wasser mehr entnehmen können. «Die Wassertemperatur im Schwimmbecken war dieses Jahr höher als damals, weil heuer an viel mehr Tagen hohe Temperaturen herrschten. Wir hatten praktisch nie unter 26 Grad», sagt Zimmermann.

Bei diesen Voraussetzungen drängte das Badmeister-Ehepaar nicht auf den Feierabend. «Wir haben den Gästen ihre Freizeit in der Badi gegönnt und nicht darauf bestanden, um 20 Uhr zu schliessen.» Die Zahl der Badegäste sei aber nicht aussergewöhnlich hoch gewesen, da Strassenbauarbeiten viele Gäste ferngehalten habe. Eine perfekte Badesaison sei es dennoch gewesen, da sich keine gravierenden Unfälle ereigneten.

Hitzesommer 2003 geschlagen

René Bühlmann, Bademeister im Strandbad Sursee, spricht gar von einem sensationellen Sommer: «Ich bin ziemlich sicher, dass wir die Eintritte des Hitzesommers 2003 geschlagen haben.» Zahlen kann er noch nicht vorweisen. Eine Statistik zu erstellen, gehöre zur Arbeit, die jetzt auf ihn zukomme. Bühlmann: «Von mir aus können die nächsten zehn Sommer wieder so werden.»

Janine Kopp und Daniel Storchen­egger, Geschäftsleiter der Badi Meggen, haben eine «extreme Saison» erlebt. Besonders bei den Glacen machte sich dies bemerkbar. Einzelne Sorten seien beim Hersteller ausverkauft gewesen. «Rekordverdächtig waren auch die Trockenheit und der damit verbundene Wasserstand.» Das ging soweit, dass eines der Sprungbretter gesperrt werden musste. Ein Höhepunkt war auch für die beiden, dass es trotz Ansturm und Hitze zu keinem grösseren Zwischenfall kam: «Unsere Saison verlief unfallfrei.»

Viel Sonne heisst automatisch auch weniger Regen. In Luzern sind heuer 355,7 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen. Im Normalfall verzeichnet Meteo Schweiz eine Niederschlagsmenge von 451 Millimetern.

Apropos: Nun folgt wieder die Zeit der Hallenbäder. Die haben natürlich etwas weniger vom heissen Sommer profitiert. Das Hallenbad Allmend in Luzern zählte von Januar bis August 144 000 Eintritte. Das waren laut Geschäftsführer Stefan Schlatter 4 Prozent weniger als im Vorjahr.

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