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SERVICE PUBLIC: Auch in Ebikon und Sins gehen die SBB-Schalter zu

Der Abbau von Bahndienstleistungen geht weiter. Die Reaktionen in den betroffenen Gemeinden fallen unterschiedlich heftig aus.
Yasmin Kunz
Symbolbild: Auch in den Gemeinden Ebikon und Sins machen die Billettschalter per Anfang 2018 zu. (Bild: Keystone)

Symbolbild: Auch in den Gemeinden Ebikon und Sins machen die Billettschalter per Anfang 2018 zu. (Bild: Keystone)

Yasmin Kunz

Die SBB schliessen in den Gemeinden Nottwil, Reiden und Rothenburg die bedienten Schalterstellen. Jetzt zeigt sich: Die Liste ist noch länger. Auch in den Gemeinden Ebikon und Sins machen die Billettschalter per Anfang 2018 zu. Dies zeigt ein Dokument der SBB, welches unserer Zeitung vorliegt.

Daniel Gasser, Gemeindepräsident von Ebikon, hat «gemischte Gefühle» zum Entscheid der SBB, wie er auf Anfrage sagt. «Einerseits bedaure ich den Abbau stark, da ältere Bahnkunden oft Schwierigkeiten haben, ein Billett am Automaten zu lösen.» Andererseits sehe er bei sich selber, dass er in den meisten Fällen sein Ticket via App kauft. Der CVP-Politiker würde es beispielsweise begrüssen, wenn «regionale Schalterstellen geschaffen würden». Dass nicht jede einzelne Gemeinde einen bedienten Schalter benötige, sei für ihn nachvollziehbar. Ob der Gemeinderat gegen den geplanten Serviceabbau etwas unternehmen wird, steht noch offen. Morgen Donnerstag werde darüber diskutiert, sagt Gasser.

Sins will für seinen Bahnschalter kämpfen

Weitaus enttäuschter über den Dienstleistungsabbau zeigt sich der Sinser Gemeindeammann. Josef Huwiler (FDP) sagt: «Ich bin entsetzt. Dieser Entscheid hat nicht mehr viel mit gesundem Menschenverstand zu tun.» Die SBB würden Jahr für Jahr mehr Gewinn generieren und trotzdem kürzten sie stetig die Leistungen, stellt Huwiler fest. Vorgestern an der Gemeinderatssitzung habe man entschieden, dass man die Schliessung des Schalters nicht ohne Widerstand hinnehmen werde. «Wir wollen uns für diese Dienstleistung einsetzen, auch wenn es nur einen Tropfen auf den heissen Stein ist», sagt der FDP-Politiker. Die SBB begründen die Schliessungen der bedienten Billettschalter damit, dass der Verkauf über Dritte stetig an Bedeutung verliere. Gemäss SBB-Sprecher Reto Schärli wird weniger als 1 Prozent des Gesamtabsatzes der Billettverkäufe über bediente Schalterstellen generiert. Mit der Schliessung von schweizweit 52 Schalterstellen können die SBB pro Jahr Vertriebskosten von 5 Millionen Franken sparen. Betroffen von diesem Abbau sind vorwiegend ältere Personen, die wenig Erfahrungen mit moderner Technik haben. Wie wollen die SBB dagegenhalten? Schärli sagte gestern gegenüber unserer Zeitung: «Unseren Kunden stehen an allen Bahnhöfen Billettautomaten zur Verfügung.» Weiter würden die SBB mit Pro Senectute Schulungen im Umgang mit den Automaten durchführen.

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