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SERVICE PUBLIC: Reduktion der Anzahl Postschalter führt zu leiser Kritik

Die Umstrukturierung der Post schreitet weiter voran – auch in der Stadt Luzern. Nicht überall herrscht eitel Freude. Doch das Positive überwiege, sind etwa die Neubetreiber im Würzenbach überzeugt.
Die Spar-Angestellte Irma de Jong nimmt Pakete entgegen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 13. Oktober 2017))

Die Spar-Angestellte Irma de Jong nimmt Pakete entgegen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 13. Oktober 2017))

Ziel der Schweizer Post ist es, bis ins Jahr 2020 rund 300 Poststellen zu schliessen. Das betrifft auch die Stadt Luzern. Von den neun Filialen sollen fünf in Agenturen umgewandelt werden (Artikel vom 2. Juni »).

Seit dem 25. September können nun im Würzenbach-Quartier diverse Postgeschäfte im benachbarten Spar gemacht werden. Das sei bis dato gut angelaufen, wie Frank Heinemann von der Spar-Gruppe sagt: «Bisher sind die Reaktionen vorwiegend positiv. Wir haben durchschnittlich pro Tag an die 180 Personen, die das neue Postangebot nutzen.» Wenn Kritik komme, dann deshalb, weil es im Markt nur einen Schalter habe und nicht wie vorher drei oder vier, sagt Frank Heinemann. Doch, so zeigt sich Heinemann überzeugt, «es braucht jetzt noch ein bisschen Zeit, bis sich das einspielt, dann wird auch das sicher akzeptiert. Für das Quartier ist es auf jeden Fall ein Gewinn, denn so ist zumindest eine kleine Post vorhanden, und die Öffnungszeiten sind auch ausgeweitet, besonders samstags bis um 16 Uhr.»

Zeitkritische Korrespondenz wird per E-Mail erledigt

Für die Posttheke, wie die Post die neue Einrichtung nennt, hat die Filiale ein Gestell neben dem Früchte-/Gemüsestand errichtet und hat auch noch Platz im Lager, wie Heinemann erklärt. Bedient werden die Kunden vom Spar-Personal. Zwei der drei ehemaligen Angestellten der Post konnten im Poststellengebiet Stadt Luzern eingesetzt werden, und eine Mitarbeiterin ging in Pension. Von den 200 Postfächern, die in der Würzenbach-Post vorhanden sind, wurden bis zur Schliessung 92 verwendet. Die Post begründet den Rückgang wie folgt: «Die Kundengewohnheiten ändern sich. Immer weniger Kundinnen und Kunden sind darauf angewiesen, ihre Post frühmorgens im Postfach zu haben. Zeitkritische Korrespondenz erledigen sie per E-Mail», sagt Markus Werner von Postnetz Kommunikation Ost.

Diese Entwicklung sei der Grund, dass es immer mehr Postfachanlagen gibt, die zu wenig oder ungenügend ausgelastet sind. Werner: «Somit können sie nicht wirtschaftlich betrieben werden. Das Angebot von Postfächern ist eine zusätzlich erbrachte Leistung der Post, ergänzend zur gesetzlichen Grundversorgung.» Trotzdem lässt die Post die Postfachanlage weiter in Betrieb und hat lediglich ihren Standort gewechselt. Auch sie befindet sich neu im Spar-Supermarkt an der Würzenbachstrasse 19. Ganz verschwunden im Würzenbach-Quartier ist hingegen der Postomat. Doch da gebe es Alternativen, so Werner, so sei an der Posttheke im Spar der Bargeldbezug bis 500 Franken möglich.

Das ehemalige Postgebäude wird nun übrigens von der Eigentümerin, der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde, selber weiter genutzt.

Schönbühl und Reussbühl folgen als Nächste

Noch nicht abgeschlossen sind die Agenturvarianten im Schönbühl-Quartier und in Reussbühl. «Im Schönbühl ist die Eröffnung in der Migros weiterhin für Ende 2018 vorgesehen», bestätigt Markus Werner. Bis dahin bleibe die Filiale an der Langensandstrasse 23 unverändert in Betrieb, so Werner weiter.

Definitiv ist indes, dass am 29. Januar 2018 die Post in Reussbühl ihre Filiale als Agentur in der Bäckerei Bucher betreiben wird. Postfächer sind hier keine mehr vorgesehen. Inhaber eines Postfachs können zwischen der Hauszustellung und einem Postfach bei der Poststelle Luzern Littau wählen.

Was mit dem Postomaten in Reussbühl geschieht, kann Markus Werner noch nicht sagen: «PostFinance ist daran interessiert, den Postomaten an einem Ersatzstandort weiterzubetreiben. Ob dies möglich ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Entsprechende Abklärungen laufen.» Für die drei Mitarbeitenden wurde eine Weiterbeschäftigung in der Stadt Luzern gefunden.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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