Session
Für den Luzerner Kantonsrat ist die Zeit für Lärmblitzer noch nicht reif

Lärmsünder sollen härter angefasst werden, findet Kantonsrätin Monique Frey (Grüne). Die rechtlichen und technischen Grundlagen für den Kauf von Lärmblitzern seien nicht gegeben, findet die Mehrheit des Parlaments.

Lukas Nussbaumer
Drucken
Teilen

Die Luzerner Polizei soll Geräte anschaffen, um laute Autos und Motorräder zu erfassen und die Halter zur Rechenschaft zu ziehen. Mit dieser Forderung stiess Monique Frey (Grüne, Emmen) bei der Regierung im Grundsatz auf offene Ohren. Das unnötige Verursachen von Lärm durch einzelne rücksichtslose Verkehrsteilnehmer stelle ein Problem dar, schrieb die Regierung in ihrer Antwort auf Freys Postulat. Dennoch beantragte sie dem Kantonsrat am Montag, den Vorstoss nur teilweise erheblich zu erklären. Dies deshalb, weil für den Kauf von Lärmblitzern weder die rechtlichen noch technischen Voraussetzungen gegeben seien, so Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker.

Die Mehrheit des Kantonsrats sah dies am Montag gleich: Freys Postulat wurde mit 71 zu 36 Stimmen teilweise erheblich erklärt. Ein Ablehnungsantrag der SVP scheiterte. Deren Sprecher Mario Bucher (Emmen) argumentierte, die bestehenden Instrumente für die Verzeigung von Lärmsündern würden reichen. So habe die Polizei von Januar bis November 2020 246 Fahrzeuge sichergestellt – 100 mehr als 2019.