Kommentar

Seuchenübung im Kanton Luzern: Schwachstellen rasch beheben

Die Afrikanische Schweinepest wird die Schweiz erreichen. Das könnte besonders für den Kanton Luzern gravierende Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, sich für den Ernstfall zu wappnen.

Susanne Balli
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Redaktorin Susanne Balli.

Redaktorin Susanne Balli.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP)rückt immer näher an die Schweiz. Bereits sind zahlreiche Länder in Europa von der für Schweine und Wildschweine rasch tödlich verlaufenden Krankheit betroffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Tierseuche erstmals in der Schweiz auftritt.

Das Virus kann von infizierten Wildschweinen in einen Hausschweinebestand gelangen. Die grösste Gefahr der Einschleppung geht aber von den Menschen aus. Nur so kann die zum Teil grosse Distanz zwischen gewissen ASP-Fällen in Europa erklärt werden.

Die Auswirkungen für die betroffenen Landwirte sind gewaltig. Wenn das ASP-Virus bei einem einzigen Tier nachgewiesen wird, muss der gesamte Tierbestand getötet werden. Dadurch sind Existenzen gefährdet. Im Kanton Luzern, wo mehr Schweine als Menschen leben und wo rund 270 Millionen Franken oder 27 Prozent des Gesamtproduktionswertes der Luzerner Landwirtschaft mit der Schweinehaltung erwirtschaftet werden, ist es besonders wichtig, sich gegen die Tierseuche zu wappnen.

Derzeit wird im Kanton Luzern der Ernstfall in einer theoretischen Seuchenübung geprobt. Dabei wird geschaut, ob alle nötigen Hilfsmittel im Kampf gegen die ASP vorhanden sind. Es ist wichtig, allfällige Schwachstellen rasch zu finden und zu beheben. Nur so kann die Tierseuche im Ernstfall schnell eingedämmt und der wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich gehalten werden.

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