SGV baut Luxusyacht fürs Meer

Nach der Konstruktion von Passagierschiffen und der Restauration von Dampfschiffen steigt die SGV in ein neues Segment ein. In Luzern soll bald eine Hochseeyacht gebaut werden.

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Soll an Schweizer Qualität und Schokolade erinnern: Das Projekt Cocoa. (Bild: Visualisierung Shiptec)

Soll an Schweizer Qualität und Schokolade erinnern: Das Projekt Cocoa. (Bild: Visualisierung Shiptec)

Sie ist 34 Meter lang, bietet luxuriösen Wohnraum für bis zu zehn Passagiere sowie für die erforderlichen Besatzungsmitglieder, sie trotzt hohem Wellengang und starken Winden und ist auch für die Überfahrt nach Amerika geeignet: Mit der Yacht, die teilweise in Luzern in der Werft der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee SGV geplant wird, will die junge SGV-Tochterfirma Shiptec neue Wege einschlagen.

Sie präsentiert an der grössten Schiffsmesse in Deutschland, die am Samstag eröffnet worden ist, erstmals Pläne und ein Modell. Gesucht wird nun ein Investor. Die «Cocoa», so der Projektname der 34-Meter langen Schiffs, soll energieeffizient und praktisch unsinkbar sein. Es erreicht eine Geschwindigkeit von 13,5 Knoten pro Stunde (25 km/h). «Das Schiff wird nicht zum Rasen gebaut, es ist vielmehr ein Langfahrtenschiff.

Es wird eine Reichweite haben, mit der man problemlos den Atlantik überqueren kann», sagt Shiptec-Chef Rudolf Stadelmann. Der Aufbau auf vier Ebenen wird so konstruiert, dass ein luxuriöser Ausbau möglich wäre. Der Privatbereich erstreckt sich über zwei Etagen, es gibt geschützte Balkone, eine Wellnesslandschaft mit Sauna und Pool, der am höchsten begehbaren Punkt zu liegen kommt. Gebaut würde die «Cocoa» in Luzern, sofern sich ein Käufer findet. Der Basispreis liegt bei ungefähr 10 Millionen Franken.

Weil Luzern nicht am Meer liegt, würde das Boot in Modulen gebaut und anschliessend mit der Unterstützung einer Partnerwerft am Meer oder – noch optimaler – am Rhein in Basel zusammengebaut werden.

Guido Felder

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