SGV mustert historische Dieselmotoren aus

Die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersees verliert eine technische Rarität: Im Winter werden die langsam laufenden originalen Dieselmotoren der über 50-jährigen MS «Schwyz» durch moderne Motoren ersetzt.

Merken
Drucken
Teilen
Das Motorschiff «Schwyz» (Bild: PD)

Das Motorschiff «Schwyz» (Bild: PD)

Das Motorschiff «Schwyz» hatte im Sommer 1959 seinen Betrieb aufgenommen. Das Zweideck-Salonschiff ist 60 Meter lang und hat eine maritimes Aussehen, denn es wurde im Stil italienischer Luxusliner der 50er Jahre gebaut.

Die «Schwyz» ist gemäss der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) das letzte Kursschiff auf dem See, das noch mit originalen, langsam laufenden Dieselmotoren verkehrte. Maschinentechnisch seien diese Motoren eine Rarität, schreibt die SGV.

Im Gegensatz zu modernen Schnellläufern drehen die Motoren der «Schwyz» nur 220 bis 400 Mal pro Minute, genauso schnell wie die damit angetriebene Schiffsschraube. So werde auch kein Untersetzungsgetriebe gebraucht, schreibt die Schiffs-Agentur, eine Vereinigung von Schiffsfreunden, in einer Mitteilung.

Dank ihrer speziellen Motoren zeichnete sich die «Schwyz» durch eine besondere Laufruhe aus. Zudem gaben die Motoren ein gut hörbares, dumpfes und rhythmisches Brummen von sich.

Nun absolvierte die MS Schwyz mit ihren brummenden alten Sulzer- Motoren ihre letzten Fahrten. Im Winter wird sie in der SGV-Werft generalsaniert. Dabei werden die alten Motoren durch moderne ersetzt.

sda