SHOW: Roth schwingt den Kochlöffel

Der Luzerner Stadt­präsident Stefan Roth durfte gestern in der Kocharena mittun. Fazit: Viele Lacher – und womöglich Muskelkater.

Dave Schläpfer
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Kochschürze an - und los gehts: Luzerns Stadtpräsident Stefan Roth tritt gegen eine Luga-Besucherin zum Wettumrühren an. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Kochschürze an - und los gehts: Luzerns Stadtpräsident Stefan Roth tritt gegen eine Luga-Besucherin zum Wettumrühren an. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Gefülltes Schweinsfilet Schwyzer Art: Die Zubereitung dieses gluschtigen Menüs mit einheimischen Zutaten stand gestern Nachmittag in der Kocharena auf dem Programm. Als Gast eingeladen war der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth. Der 52-jährige CVP-Politiker gab sich von Beginn an gut gelaunt und liess es sich nicht nehmen, vor dem eigentlichen Beginn der Kochdemonstration den rund 50 anwesenden Zuschauern persönlich die Hand zu schütteln und mit diesen ein paar Worte zu wechseln.

Luzerner Finanzloch im Filet

Dann endlich ging es ans Eingemachte: Roth wurde angewiesen, das Filet vorsichtig aufschneiden. «Das ist das Luzerner Finanzloch», witzelte er beim Anblick des offenen Fleischstücks. Und machte sich kurzerhand daran, dieses auszufüllen – und zwar mit einem Lauch-Rüebli-Mostbröckli-Alpkäse-Gemisch. Bei den Arbeiten generell – das muss ehrlicherweise erwähnt sein – gingen dem Exekutivpolitiker fünf Vertreterinnen der die Kocharena betreuenden «Zentralschweizer Bäuerinnen» wie emsige Bienchen zur Hand. Im Gegenzug hatte Stefan Roth dafür auch genügend Zeit, regelmässig mit dem einen oder anderen Spruch für Unterhaltung und Lacher beim Publikum zu sorgen. So etwa beim Wenden des Filets: «Wir in der Politik sind ja immer für Transparenz – darum zeige ich Ihnen jetzt auch die Rückseite.»

Applaus gabs natürlich auch für die Äusserung, dass er stolz sei, «Stapi» der «schönsten Stadt der Schweiz» zu sein. Von Moderator und 15-Gault-Millau-Punkte-Koch Erwin Gluderer nach der Kehrseite ebendieser schönsten Stadt gefragt, gab Roth zur Antwort: «Das grösste Ärgernis ist sicher der Verkehr. Hier müssen wir unbedingt kurzfristig Akzente setzen und können nicht einfach auf den Tiefbahnhof warten.»

Vollgestopfter Terminplan

Gluderer wollte es Roth nicht zu einfach machen und gab ihm gegen Ende des halbstündigen Anlasses die Aufgabe, für das Dessert 1 Liter (!) Rahm zu Schlagsahne zu verarbeiten – im Duell gegen eine der Zuschauerinnen. Nur so viel: Der Stadtpräsident verlor; dafür verantwortlich machte Gluderer die falsche Rührtechnik («viel zu viel aus dem Arm statt nur aus dem Handgelenk heraus»). Roth, doch ein wenig gebeutelt: «Das man beim Schlagrahmrühren so viel Temperatur bekommt, hätte ich nicht gedacht.» Nach der Kocharena musste er rassig weiter: Auf dem Programm standen noch ein «Rendez-vous» mit der parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission und – wiederum an der Luga – ein Gemeinden-Vernetzungsanlass.

Hinweis

Die Kochdemonstrationen finden täglich um 11.30, 13, 14, 15 und 16 Uhr in der Halle 4 statt.

Das Familien-Rezept aus dem Hause Roth gibts unter www.luzernerzeitung.ch/bonus