Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SICHERHEIT: Alte Idee erneut auf dem Tapet

2011 durften sich Fasnächtler zum Teil nur in eine Richtung über den Rathaussteg bewegen. Jetzt plant die Stadt einen neuen Anlauf – diesmal mit dem Segen der Fasnachtsgewaltigen.
Yasmin Kunz
Möglich, dass diese beiden schon an der nächsten Fasnacht den Rathaussteg nur noch nach links Richtung Theater verlassen können. (Archivbild Dominik Wunderli)

Möglich, dass diese beiden schon an der nächsten Fasnacht den Rathaussteg nur noch nach links Richtung Theater verlassen können. (Archivbild Dominik Wunderli)

Yasmin Kunz

Eine Drehung um die eigene Achse ist kaum möglich, wenn man als Fasnächtler Unter der Egg einer Guuggenmusig lauscht. Unterhalb der Rathaustreppe ist es so eng wie fast nirgends in der Luzerner Altstadt während der rüüdigen Tage. Dieser Tatsache trägt auch die Analyse einer Zürcher Firma Rechnung. Sie rät der Stadt Luzern, verschiedene Massnahmen zu prüfen, um den neu­ralgischen Punkt Unter der Egg sicherer zu gestalten. Bereits an der Fasnacht 2017 sollen einige Massnahmen umgesetzt werden (Ausgabe von gestern).

Umsetzung 2011 war «wirksam»

Die an der Fasnacht 2016 durchgeführte Untersuchung kommt ausserdem zum Schluss, dass die Idee der «Einbahn Reusssteg» – die Brücke zwischen der Rathaustreppe und dem Luzerner Theater als Fluchtweg – geprüft werden soll. Ob die Massnahme bereits 2017 umgesetzt werden kann, prüft die Abteilung Stadtraum und Veranstaltung derzeit zusammen mit den Fasnachtsorganisationen, der Polizei und der Feuerwehr.

Die Idee der Einbahn ist nicht neu: An der Fasnacht 2011 setzte die Stadt Luzern diese Massnahme bereits unter der Leitung der städtischen Feuerwehr um. Feuerwehrkommandant Theo Honermann sagt dazu: «Die Massnahme war wirksam und zeigte den erwünschten Effekt. Es handelte sich damals allerdings um einen Pilotversuch.» Die Massnahme wurde unter anderem nicht weitergeführt, weil die Stadt aufgrund des Budgetreferendums kein Geld dafür hatte.

Auch Patrick Hauser, Präsident des Lozärner Fasnachtskomitees (LFK), erinnert sich an den Einbahnversuch von 2011. «Weil man diese Massnahme damals sehr kurzfristig beschlossen und kommunikativ nicht gut umgesetzt hatte, war das Verständnis der Bevölkerung für diese Sicherheitsmassnahme nicht vorhanden.» Hauser ist überzeugt, dass der zweite Anlauf bei den Fasnächtlern auf positive Resonanz stossen wird, zumal die Massnahme nur kurzzeitig bei akutem Bedarf ergriffen werden soll. Der städtische Sicherheitsmanager Maurice Illi ergänzt mit einem Beispiel: «Wenn die Fasnächtler am Schmutzigen Donnerstag wenige Male für kurze Zeit nur in die eine Richtung gehen können, reicht das bereits aus.» Genau so hat man es schon 2011 gemacht. Wichtig sei nun, diese Idee seriös auszuarbeiten, so Illi.

Fasnächtler stehen hinter Einbahn

Gemäss Theo Honermann waren die Reaktionen auf die Massnahme damals durchzogen. Was sagen die Fasnächtler zu einer erneuten Einbahn? Patrick Hauser: «Wir begrüssen alle vernünftigen Massnahmen, welche die Sicherheit der Besucher erhöhen.» Es gebe Zeiten, da sei es kaum möglich, sich einen Weg zum Luzerner Theater zu bahnen, weiss Hauser. «Der Fluchtweg muss gewährleistet sein – wir wollen, dass alle Fasnächtler heil wieder nach Hause kommen.» Doch wolle man auch, dass die Fasnacht nach wie vor an den gewohnten Orten stattfindet. «Nur weil die Fluchtwege auf der Allmend besser wären, verschieben wir die Fasnacht nicht dorthin.»

Bei der Fasnacht 2017 werden jetzt aber vorerst weniger einschränkende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So sollen unter anderem die Verkaufsstände und Bars Unter der Egg verschoben werden. Illi: «Je nach Verschiebung werden gewisse Fluchtwege bis drei Meter breiter.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.