SICHERHEIT: Polizei oder SIP: Ein Vergleich

Ein betrunkener Jugendlicher, der nachts vor einem Club rumpöbelt. Situationen wie diese werden in Luzern und Winterthur unterschiedlich gehandhabt.

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Ein SIP-Mitarbeiter bei einer Kontrolle auf der Ufschötti. (Bild: (Archiv Dominik Wunderli/Neue LZ))

Ein SIP-Mitarbeiter bei einer Kontrolle auf der Ufschötti. (Bild: (Archiv Dominik Wunderli/Neue LZ))

Die Polizei sorgt für Ruhe und Ordnung. Die Polizei ist aber auch Freund und Helfer. In Luzern wird letzterer Aufgabenbereich zu einem grossen Teil von der Einsatzgruppe Sicherheit Prävention Intervention (SIP) übernommen. «In Bezug auf das Nachtleben ist es primäre Aufgabe der Luzerner Polizei, Meldungen nach zu gehen und Ruhestörer, Randalierer und Gewalttäter zur Verantwortung zu ziehen», erklärt Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei.

SIP ist ein Ansprechpartner

Die SIP hingegen hat mehr präventive Aufgaben. Sie bietet Jugendlichen, die im Ausgang Probleme machen, aktiv Hilfe an. Sie vermittelt ihnen Informationen von Beratungsstellen, sucht den Kontakt zu ihren Eltern und Lösungsansätze für zugrunde liegende Probleme. Der Vorteil: «Da die SIP keine repressiven Mittel ergreift, besteht die Möglichkeit ein Vertrauensverhältnis aufzubauen», so die stellvertretende SIP-Leiterin Christina Rubin. «Mit dem niederschwelligen Angebot erreichen wir auch Leute, die gegenüber der Polizei Vorbehalte haben».

Winterthur setzt auf Polizeipräsenz

In Winterthur dagegen setzt die Polizei mit dem Konzept PAZ (Prävention, Aufklärung, Zugriff) setzt auf starke Polizeipräsenz, mit dem städtischen Jugenddienst aber auch auf die Information und Beratung von Eltern und Jugendlichen. Der Vorteil: «Der städtische Jugenddienst ist eine spezialisierte Abteilung der Stadtpolizei und über die Journale immer über die aktuelle Situation im Winterthurer Nachtleben informiert», so Leiter Roger Peter. Die Erfahrungen sind gemäss einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Schweizerischen Städteverbands (Ausgabe vom 22. Februar) positiv: So seien weniger Gewaltdelikte registriert worden. Negativ sei der hohe Personalaufwand.

Lena Berger

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