SICHERHEIT: Polizei überfährt Rotlicht – absichtlich

Die Luzerner Polizei hat in Olten ein Rotlicht überfahren, spektakulär die Fahrbahn gewechselt – und bleibt ungestraft.

Drucken
Teilen

Am 26. April, mitten in Oltens Zentrum: Ein Fahrlehrer beobachtet, wie zwei Autos rücksichtslos die Fahrbahn wechseln und in schnellem Tempo ein Rotlicht überfahren. An der nächsten Ampel halten die Wagen mit Luzerner Kennzeichen. Der Fahrlehrer macht Fotos und meldet die Übertretungen der Solothurner Kantonspolizei.

Der Fahrlehrer erfährt bald darauf, dass es sich bei den Fahrern um Luzerner Kantonspolizisten auf einer Dienstfahrt gehandelt habe. Gemäss der aktuellen Ausgabe des «Beobachters» hat die Kapo Solothurn eine Anzeige eingereicht.

Nur wenn dringliche Undercover-Dienstfahrten im Dienstreglement oder im kantonalen Polizeigesetz geregelt seien, kann eine solche Fahrweise legal sein.
In der Tat durften die Luzerner Polizisten das Rotlicht überfahren. «Wir haben den Fall geprüft», sagt der Solothurner Oberstaatsanwalt Felix Bänziger auf Anfrage der Neuen Luzerner Zeitung.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.