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Sicherheitsrisiko: Stadt Luzern fällt alte Bäume

Derzeit lässt die Stadt Luzern zahlreiche Bäume entfernen. Manche davon stammen aus dem vorletzten Jahrhundert – so wie am Schweizerhof- und Nationalquai. Dass die knorrigen Gewächse wegen ihres Alters oder ihrer Krankheiten ein Sicherheitsrisiko darstellen, ist für manche Leute unverständlich.
David von Moos
Ins Alter gekommen: Am Schweizerhof- und Nationalquai in Luzern ersetzt die Stadt neun Kastanienbäume. (Leserbild: Walter Buholzer, 3. Dezember 2018)

Ins Alter gekommen: Am Schweizerhof- und Nationalquai in Luzern ersetzt die Stadt neun Kastanienbäume. (Leserbild: Walter Buholzer, 3. Dezember 2018)

Die Jahre haben diversen Bäumen in der Stadt zugesetzt. Einige der Exemplare, die den beliebten Spazierweg entlang des Seeufers säumen, mussten nun gefällt werden.

Weil sie geschwächt waren, stellten sie für Passanten und Verkehrsteilnehmer ein Sicherheitsrisiko dar, wie die Stadt bereits Mitte November mitteilte (wir berichteten). Von den insgesamt über 300 Bäumen wurden dort neun Rosskastanien gefällt. Diese waren nicht mehr fähig, das Gewicht ihrer Äste zu tragen.

Die ältesten der gefällten Bäume stammen wohl noch aus den Anfängen des Quais, vermutet Fritz Bächle. Diese alten Baumbestände befänden sich in der Nähe des Dampfschiffes Wilhelm Tell und bei der Seebrücke.

Abgeholzt wird nur im äussersten Fall

Überraschungen habe es beim Fällen keine gegeben, so Bächle. «Wir haben uns minutiös vorbereitet und dabei die Bäume vorher sehr genau angeschaut.» Wo möglich, habe man das Problem mit einem Entlastungsschnitt in der Baumkrone gelöst.

Die neun gefällten Kastanien hatten laut Bächle aber ausgeprägte Schwachstellen im Bereich der Astabzweiger: «Das waren sehr ausladende, sehr dicke Äste, die nicht gut mit dem Stamm verbunden waren. Hier war das Problem wirklich in der Krone oben, die einwirkenden Kräfte wurden nicht mehr gleichmässig auf den Baum verteilt.»

Das Holz der gefällten Kastanien landet bei der Stadtgärtnerei am Rotsee, wo es zunächst gelagert und dann später zu Holzschnitzeln verarbeitet wird. Diese werden später in der Holzheizung der Gärtnerei verfeuert. Gemäss Fritz Bächle eignet sich das Holz nicht wirklich für Schreinerzwecke, da es sich hauptsächlich um «schräg gewachsene Hölzer mit teils grösseren Verdrehungen» handelt.

Langjährige Pflege nötig

Sämtliche der neun gefällten Kastanien werden durch Jungbäume ersetzt, sagt Bächle. Die jungen Pflanzen würden im Schnitt einen Umfang von rund 20 Zentimetern aufweisen und seien etwa viereinhalb Meter hoch. «Mit einer speziellen Schnitttechnik werden diese vor Ort in Form gebracht. Das braucht seine Zeit.» Bis diese ungefähr das Aussehen der gefällten Bäume erreichen, werde es schon etwa 20 Jahre dauern.

Was für Reaktionen hat es auf die Baumfällaktion gegeben? «Teilweise wurden wir ziemlich umringt», erzählt Bächle. «Unsere Leute draussen brauchten ab und zu schon eine dicke Haut. Es gab halt schon Passanten, die kein Verständnis zeigten für die notwendigen Massnahmen.»

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