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Sie beten – und pflegen die historisch-kulturellen Güter

Chorherrenstift Die Chorherren wohnen in den Stiftshäusern, die sich rund um die Hofkirche Luzern gruppieren. Der Stiftsbezirk ist eine kleine Oase inmitten der geschäftigen Stadt im Dreieck zwischen Dreilindenstrasse, Löwenstrasse und Haldenstrasse. Der Blick aus den Wohnungen geht hinaus auf gepflegte kleine, in ihrer geometrischen Ordnung fast französisch anmutenden Gärten. Jeden Tag, morgens und abends, kommen die Chorherren zum Gebet zusammen. Im Chorgestühl der Hofkirche (deshalb der Name Chorherren) beten sie Psalmen.

Die Chorherren bemühen sich auch um zeitgemässe Liturgiefeiern in der Hofpfarrei und anderen Pfarreien und kümmern sich um Einzelseelsorge. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Pflege der historisch-kulturellen Güter der Hofkirche und der Stiftshäuser. Sie sind zudem mitverantwortlich für die Verwaltung der Gräber rund um die Hofkirche.

Maximal zwölf Chorherren

Maximal zwölf Personen umfasst das Chorherrenstift – so will es die Tradition. Heute sind es deren neun. Der Pfarrer der Hofkirche, Ruedi Beck, gehört kraft seines Amtes zu ihnen. Er ist als 55-jähriger der Jüngste. Viele der Mitglieder sind pensionierte Pfarrer oder Theologen. Früher waren viele Chorherren aktive oder pensionierte Kantonsschullehrer (Latein, Religion, Philosophie). Einer von ihnen ist Paolo Brenni (91). Um Chorherr zu werden, müssen die Kandidaten vom Bischof von Solothurn bestätigt werden – auf Antrag des Stifts. Die Wahl erfolgt immer noch durch den Regierungsrat des Kantons Luzern.

Die Hälfte der Hofkirche (das Kirchenschiff) gehört der Kirchgemeinde Luzern, die andere Hälfte (der Kirchenchor) dem Stift. Das gibt wegen der nicht immer ganz klaren Aufteilung der Aufgaben oft auch Anlass zu Kritik (Ausgabe vom 12. September 2017). Probst Othmar Frei relativiert das Ganze: «Dass uns ein Teil der Kirche gehört, wird für uns oft auch zur Belastung, denn die Hofkirche ist eine laufende Reparaturwerkstatt.» Dem Stift gehören auch zwei Liegenschaften in der Stadt Luzern. Mit den Erträgen finanziert es zudem sein karitatives und soziales Engagement in Luzern. Zu den gemeinnützigen Institutionen, die unterstützt werden, gehören etwa die Vereine Kirchliche Gassenarbeit und Hotel Dieu Stutzegg, der Verein zur Begleitung Schwerkranker sowie die Caritas Kanton Luzern. (hb)

Hinweis

Eröffnung der Kirchenschatz-Ausstellung in der Hofkirche am 2. April. Im Jubiläumsjahr gibt’s u.a. auch kunsthistorische Kirchenführungen. Grosser Festakt am Leodegarstag, 2. Oktober: Gottesdienst mit Bischof Felix Gmür. Infos im Internet unter Stichwort «Chorherrenstift Luzern».

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