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Diese Jagdhornbläser blasen seit 50 Jahren konzertant und zur Jagd

Die Jagdhornbläser Auerhahn fühlen sich sowohl in Konzerthallen als auch im Wald wohl. Am Samstag treten sie in Eich auf.
Hannes Bucher
Die Mitglieder der Jagdhornbläser Auerhahn geben eine Kostprobe vor der Pfarrkirche in Eich. (Bild: Nadia Schärli, 27. August 2019)

Die Mitglieder der Jagdhornbläser Auerhahn geben eine Kostprobe vor der Pfarrkirche in Eich. (Bild: Nadia Schärli, 27. August 2019)

Jagdhornklänge füllen an diesem Abend die Pfarrkirche Eich, vorne im Chor stehen elf gestandene Männer im Halbkreis mit ihren glänzenden Instrumenten. Es sind die Jagdhornbläser Auerhahn, die sich auf ihren Auftritt vom Samstag vorbereiten. Dann feiern sie mit einem reichhaltigen Programm das 50-Jahr-Jubiläum des Vereins. Ein Naturhornquartett und der Jodelclub Sempach werden den weiteren Teil des Programms bestreiten.

«Wir wollen an unserem Jubiläumskonzert das Potenzial der klassischen Jagdmusik aufzeigen und einen schönen Jubiläumstag erleben», sagt der Rickenbacher Hans Estermann. Er ist als «Dienstältester» seit 25 Jahren mit dabei, er amtet als stellvertretender Obmann und nimmt auch die Stellvertretung des musikalischen Leiters Joseph Koller wahr.

Auftritte im Ausland und im Fernsehen

Die Formation Jagdhornbläser Auerhahn wurde 1969 gegründet. Als eine der ersten Gruppen der Schweiz wagte sie den Wechsel vom Spiel in gemischter Besetzung in B auf die anspruchsvollen Parforcehörner in Es. «Der Klang des Horns ist angenehm hell, es geht in Richtung Waldhorn. Das Instrument hat keine Ventile, die Töne werden mit den Lippen gebildet. Das Gehör ist beim Musizieren überaus wichtig», sagt Hans Estermann.

Die Förderung der konzertanten Jagdmusik ist den Bläsern ein spezielles Anliegen. Mit ihren Klängen hat das Korps manchen Festanlass umrahmt und unzählige Hubertusmessen im In- und Ausland gespielt, es ist auch schon im Fernsehen aufgetreten, hat eine CD eingespielt und so mitgeholfen, ihr Kulturgut einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es darf sich rühmen, schweizweit zu den Spitzenformationen zu gehören.

Nein, sie seien nicht allesamt Jäger, erzählt Hans Estermann. Zwar sind ihrer fünf gerade von einer Jagdwoche in Deutschland zurückgekehrt und sie erweisen während der Jagdsaison auch einem erlegten Tier mit einer Abschiedsmelodie «die letzte Ehre».

«Eine Jagd ohne Blasen wäre eine tote Jagd»

Das sagt der passionierte Jäger und Bläser Estermann.

Neue Mitwirkende gesucht

Für das Mitwirken im Korps hingegen ist ein Jagdausweis keineswegs eine Bedingung. Und neue Mitwirkende werden dringend gesucht. Das könnten durchaus ebenso weibliche Interessierte sein, es gibt auch kein Alterslimit. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, Neuanwärter würden eingeführt und angelernt. Zudem: «Wir arbeiten projektartig. Von April bis Ende Mai und dann wiederum in der Jagdsaison im Herbst.» Und eben jetzt für das anstehende Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche Eich.

Dafür konnte die Formation mit zwei Zuzügern ergänzt werden. In der Pfarrkirche sind die Bläser im Übrigen auch gut assimiliert und haben seit 20 Jahren viele Hubertusmessen gestaltet. Einige Bläser stammen direkt aus der Umgebung, die weiteren stossen aus der ganzen Innerschweiz dazu.

Hinweis: Jubiläumskonzert Samstag, 31. Au­gust 2019, 17 Uhr Pfarrkirche Eich. www.auerhahn-luzern.ch

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