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Schlierbacher Musikgesellschaft feiert zwei Jahre zu früh – mit Absicht

Die Musikgesellschaft wird in zwei Jahren 125 Jahre alt. So lange wollen die Schlierbacher aber nicht warten. Da kürzlich auch neue Instrumente und Uniformen eingetroffen sind, feierten die Musiker am Wochenende das «123-Fest».
Jessica Bamford
Das Posaunenregister der Musikgesellschaft Schlierbach mit der neuen Uniform. (Bild: Corinne Glanzmann, 1. Juli 2018)

Das Posaunenregister der Musikgesellschaft Schlierbach mit der neuen Uniform. (Bild: Corinne Glanzmann, 1. Juli 2018)

Nach 123 Jahren Jubiläum feiern – das tut die Musikgesellschaft Schlierbach dieses Jahr. Mit einer Neuuniformierung und teilweiser Neuinstrumentierung feiert die Brassband ihr aussergewöhnliches Jubiläum. Diese Neuerungen sind auch Teil des Grundes, weshalb sie nicht noch zwei Jahre warten konnten, um «traditionell» nach 125 Jahren zu feiern. «Die Neuuniformierung ist dringend nötig, wir erhielten bereits Punkteabzug an einem Musikfest, weil die Uniform nicht mehr einheitlich ist», erzählt Michael Koller, Präsident der Musikgesellschaft Schlierbach.

Dies habe zum einen daran gelegen, dass die violette Farbe der alten Uniform teilweise verbleicht war, und zum anderen daran, dass sie den Neumitgliedern nicht mehr sass. Die Neuuniformierung für die 36 Mitglieder des Vereins hat rund 100 000 Franken gekostet. «Das war nur möglich dank grosszügiger Unterstützung der knapp 700 Schlierbacher Einwohner und der vielen auswärtigen Sponsoren», meint Koller. «Dasselbe gilt natürlich die Neuinstrumentierung.» Das dreitägige Fest wird die restlichen Ausgaben finanzieren.

Die Idee eines vorgezogenen Jubiläums kam auf einer Vereinsreise nach Schlierbach in Deutschland zustande. Die dortigen Musikanten, mit welchen die Schweizer Schlierbacher seit den 1980er-Jahren Kontakte pflegen, wollten unbedingt wieder in die Schweiz kommen. «Da unser Partnerverein aus Österreich in zwei Jahren sein 150-Jahr-Jubiläum feiert, passte es perfekt, unser Fest um zwei Jahre vorzuziehen», erklärt Koller.

Besuch aus Deutschland und Österreich

Am vergangenen Wochenende hat nun das «123-Fest» stattgefunden. Passend zum Namen wurde über drei Tage hinweg gefeiert. Zu Besuch war nicht nur der Schlierbacher Verein aus Deutschland, sondern auch derjenige aus Österreich. Weiter wirkten neun Vereine aus der Gegend von Schlierbach mit: An der Marschmusikparade am Samstag und dem anschliessenden «Ständli» konnten sie ihr Können zum Besten geben.

123-jährige Fahne aufbereitet

Ausserdem haben die befreundeten einheimischen Dorfvereine das Fest überhaupt möglich gemacht: «In Schlierbach besteht eine langjährige Tradition, dass die Vereine an den jeweiligen Anlässen als Helfer dabei sind», sagt Koller. Begleitend zur Feier stellte die MG Schlierbach auch die eigene, 123-jährige Geschichte vor. So wurde beispielsweise die allererste Fahne des Vereins aufbereitet. In der Rochuskapelle waren viele weitere Zeitdokumente des Vereins zu bestaunen.

Das dreitägige Fest fand bei der Bevölkerung grossen Anklang. Über das Wochenende hinweg waren über 1000 Leute zu Besuch. «Ein Höhepunkt für die Musiker war natürlich die Einweihung der neuen Uniform am Sonntag», sagt der Präsident. So wurde nach der obligaten kirchlichen Weihung das erste offizielle Foto davon geschossen.

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