Sie hilft den Bauern am Telefon

Bauern geraten immer mehr unter Druck: Probleme mit der Hofübergabe, Sucht, Gewalt. Ursula Stutz bietet Unterstützung - telefonisch.

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Ursula Stutz auf dem Bröntenhof in Zell: Sie betreut das bäuerliche Sorgentelefon «Offeni türe i de Not». (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Ursula Stutz auf dem Bröntenhof in Zell: Sie betreut das bäuerliche Sorgentelefon «Offeni türe i de Not». (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Ein Bauernhof im Grünen mit eigenen Tieren und keinem Chef, der einem vor der Nase sitzt - was will man mehr. Doch für einige Bauern und Bäuerinnen ist diese Situation mehr Belastung als Idyll. Etwa wenn die Hofübergabe ansteht und keines der Kinder den Betrieb übernehmen will oder immer mehr laufende Rechnungen nicht bezahlt werden können.

«Das führt oft zu ernsthaften Spannungen in der Partnerschaft, man stürzt sich in die Arbeit und hat für nichts mehr Zeit - auch die Partnerschaft wird strapaziert.» Das sagt Ursula Stutz (58) aus Zell. Sie weiss, wovon sie spricht: Seit die Nummer besteht, also seit acht Jahren, betreut die Bäuerin und Erwachsenenbildnerin das Sorgentelefon «Offeni Türe i de Not» des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes. 50 Anrufe hat sie im letzten Jahr entgegengenommen, das sind gut 20 mehr als noch im Jahr zuvor. «Der Druck auf die Bauersleute steigt. Wenn die Milch- und Schweinepreise sinken und unerwartete Betriebskosten anstehen, sind viele am Anschlag.»

Luzia Mattmann

Wo es für Bauern Hilfe gibt, lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.