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Sie sind auf der Luzerner Allmend auf der Suche nach dem richtigen Beruf

Die einen sind gerne geerdet, andere heben lieber ab. An der Zebi auf der Luzerner Allmend begegnet man Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Berufswünschen. An gewissen Ständen können sie sogar direkt mit anpacken.
Roman Kühne
Jugendliche informieren sich über den Beruf des Rettungssanitäters an der Zebi Bildungsmesse. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 8. November 2018))

Jugendliche informieren sich über den Beruf des Rettungssanitäters an der Zebi Bildungsmesse. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 8. November 2018))

Die Zentralschweizer Bildungsmesse (Zebi) ist der ideale Ort, um viele Berufe kennen zu lernen. Die verschiedenen Stände sind attraktiv aufgemacht. An einem Ort kann man kleine Bagger steuern, am nächsten die Virtual Reality erkunden oder aus eigener Kraft Energie erzeugen. Bei vielen Ausstellern kann man auch ganz konkret im jeweiligen Beruf anpacken. Das zeigt sich auf einem Rundgang durch die Messehallen auf der Allmend.

David von Matt aus Stans ist gerade am Schweissen bei den Metallbauern. Doch der Beruf interessiert ihn nur mässig, zu viel Planung am Computer. «Ich möchte Sanitär werden», erklärt der 15-jährige. «Mein Bruder ist gelernter Sanitär und ich konnte während der Ferien dort arbeiten. Es ist ein kleines Team mit einer guten Stimmung.» Für David ist es auch wichtig, dass er oft draussen ist, nicht ständig in einem Büro sitzen muss. Und er denkt schon weiter. «Nach der Lehre möchte ich die Bauernschule machen», führt er aus. «Dann kann ich hoffentlich später den Hof übernehmen und daneben als Sanitär noch etwas zusätzliches Geld verdienen.»

Die Bildungsmesse Zebi findet zum elften Mal statt und zieht jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler an. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Die Zebi richtet sich insbesondere an Schüler, die sich im Berufswahlprozess befinden. Rund 500 Schulklassen besuchen die Zebi. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Jugendliche informieren sich über den Beruf des Gartenbauers. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Die Schüler können gleich selber Hand anlegen. Im Bild: Zwei Knaben, die sich für den Beruf Maurer interessieren. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Wer Motorradmechaniker werden will, wird gleich vor Ort von einem erfahrenen Fachmann beraten. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Bei den meisten Besuchern liegt der Fokus auf der Berufswahl. Doch die Zebi stellt auch 600 Weiterbildungsangebote vor. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Auch die Universität Luzern betreibt einen Informationsstand an der Zebi. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Mädchen und Jungs interessieren sich für den Beruf des Rettungssanitäters und erhalten Informationen aus erster Hand. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Vielleicht erkennt ein Besucher hier sein Talent und startet dereinst eine Ausbildung bei der Ruag. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
Insgesamt präsentieren über 160 Berufsverbände, Schulen und Unternehmen ihre vielseitigen Aus- und Weiterbildungsangebote. (Bild: Pius Amrein, 8. November 2018)
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140 Berufe, 600 Weiterbildungen: Die Bildungsmesse Zebi in Luzern lockt tausende Besucher an

Jennifer Dönni, 19, aus Zug plant ebenfalls ihre weitere Zukunft. Sie schliesst bald die Lehre als Automatikerin mit der Berufsmatura ab. Jetzt interessiert sie, was man nachher machen kann, welche Hochschule für sie in Frage kommt. «Ich gehe gerne zur Schule», erzählt sie. «Vor allem die Technik fasziniert mich. Nehmen wir zum Beispiel eine Relais-Platine. Wenn etwas nicht funktioniert, kann man es einfach auf einem anderen Weg probieren. Es gibt immer so viele Möglichkeiten. Dies finde ich spannend.» Sie ist überzeugt, dass sie auf das richtige Pferd setzt: «Es wird immer mehr mit Technik gearbeitet und die Automatisierung nimmt weiter zu. Da muss ich um die Zukunft keine Angst haben.»

«Es hilft, die Berufe vor der Messe anzuschauen»

Da es unter der Woche ist, sind meist Schulklassen unterwegs. Nur selten lassen sich Eltern mit ihren Kindern ausmachen. Es gibt sie aber: beispielsweise Jana Lüönd aus Einsiedeln und ihr Sohn Jonas. Der 12-Jährige war schon zweimal am Zukunftstag mit seinem Vater unterwegs und wollte jetzt etwas anderes sehen. Seine Mutter findet dies toll: «Es ist das erste Mal, dass wir uns so intensiv mit der Berufswahl beschäftigen. Zwar sind all die neuen Berufsnamen etwas verwirrend, aber man kann hier sehr gut viele Beschäftigungen auf kleinem Raum kennen lernen.»

Sie schätzt es auch, dass sie nur zu zweit unterwegs sind und nicht in einer Schulklasse. Da «kann man sich viel besser fokussieren». Hat sie Tipps für andere Eltern in der gleichen Situation? «Es hilft sicher, die Berufe vorher etwas anzuschauen, damit man an der Zebi nicht so orientierungslos unterwegs ist», führt sie aus. «Wir haben uns vorher Fragen überlegt, haben zu Hause mit Jonas abgeklärt, was er wissen möchte.» Einen grossen Traum hat Luisa Odermatt, 12, aus Lungern. Sie möchte einmal Pilotin werden. Sie ist sich aber bewusst, dass dies ein langer Weg wird. Darum plant sie zuerst eine Lehre auf der Bank und möchte dann ein paar Jahre arbeiten, damit sie das Geld für die teure Ausbildung hat. Unterwegs ist sie an diesem Tag mit ihrem Götti Toni Mathis, den sie auch zur Arbeit begleitet. Für ihn ist klar: «Die Anforderungen, die ein Beruf stellt, sind entscheidend. Deshalb muss man den Beruf gut kennen und unbedingt an mindestens zwei verschiedenen Orten schnuppern.»

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