Bauprojekt
Das Sigristenhaus in Malters wird saniert und erweitert

Einer der ältesten Häuser von Malters wird saniert. Nun liegt das Baugesuch vor. Investiert sollen 2 Millionen Franken werden.

Sandra Monika Ziegler
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Das Sigristenhaus an der Schwarzenbergstrasse in Malters.

Das Sigristenhaus an der Schwarzenbergstrasse in Malters.

PD

Das Haus an der Schwarzenbergstrasse zählt zu den ältesten Gebäuden im Dorf Malters. Im Keller wurde eine Inschrift mit der Jahreszahl 1714 an einem Balken entdeckt. Das Haus, in dem über Jahrhunderte der Sakristan wohnte, gehört der katholischen Kirchgemeinde Malters – sie ist die Bauherrin. Nun soll das leerstehende Haus saniert und um einen Anbau erweitert werden.

«Im und am Haus wurde in den letzten 70 Jahren sehr wenig Unterhalt gemacht», erklärt Peter Bühlmann. Er ist der Präsident der Planungskommission. Das Haus sei aktuell in einem desolaten Zustand, vor allem die Wasser- und Elektroleitungen. Geplant sind drei neue Wohnungen mit jeweils 3,5 Zimmern. Budgetiert werden dafür rund 2 Millionen Franken.

In Absprache mit dem Denkmalschutz

Schon vor dem Auszug des ehemaligen Sakristans und Schuhmachers Alois Bürger im Jahre 2016, habe man sich die Frage gestellt, ob das Haus abgerissen oder saniert werden soll. Nach zwei planerischen Abklärungen setzte die katholische Kirchgemeinde eine neunköpfige Kommission ein. Auf deren Vorschlag sprach sie sich inzwischen für eine Sanierung aus. Dabei wird der bisherige Anbau neu erstellt und der Altbau saniert. Wegen den geringen Deckenhöhen von 1.80 -1.90 Meter im Parterre, aber nur 1,70 Meter im ersten Stock kam zunächst die Idee der Umnutzung als Kinderhaus auf, erzählt Bühlmann. Das sei aber eine Idee geblieben.

Schuhmacher Alois Bürgler in seiner Werkstatt im Sigristenhaus.

Schuhmacher Alois Bürgler in seiner Werkstatt im Sigristenhaus.


Bild: Roger Gruetter (Malters, 26. Juli 2016)

Die Sanierung werde in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz getätigt. «Der Anbau wird ausser dem Kellergeschoss mit dem nachhaltigen Baustoff Holz erstellt, während im Altbau möglichst viel alte Bausubstanz erhalten bleiben soll», sagt Bühlmann zum Projekt. «Das Haus wird mit Fernwärme aus der neuen Genossenschafts-Schnitzelanlage beheizt und auf dem Dach des Anbaus wird eigener Strom produziert.»

Zur Fassadenfarbe erklärt Bühlmann: «Diese wird grau sein und entspricht dem Fassadenanstrich von 1861.» Die Wohnungen werden dereinst auf dem freien Markt erhältlich sein. Das letzte Wort werde an der Kirchgemeindeversammlung vom 19. Mai, oder – falls die Baubewilligung noch nicht vorliege – im November gesprochen.

Peter Bühlmann hofft auf einen positiven Ausgang der Abstimmung, nachdem die Stimmberechtigten zwei Teilkredite für das Vorprojekt und das Bauprojekt genehmigten. «Bei der nächsten Versammlung wird über den Baukredit von rund 2 Millionen Franken abgestimmt.»