SILVIA LIMACHER, FLÜHLI: Sie stellt aus einheimischen Kräutern Salbe her

Silvia Limacher verarbeitet Kräuter aus der Region zu Kosmetika. Zu viel Erfolg wünscht sich die Bäuerin aus Flühli aber nicht.

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Silvia Limacher beim Kräutersammeln. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Silvia Limacher beim Kräutersammeln. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Ein Mixer, eine Pfanne, Öle und Kräuter. Das sind Ausrüstung und Ingredienzen der «Hexenküche», wie Silvia Limacher-Schmidiger ihre Produktionsstätte gern nennt. Die 35-jährige Bäuerin aus Flühli stellt in ihrer Küche in Handarbeit Pflegeprodukte wie Salben, Lippenbalsam, Duschbäder und Massageöle her. Das Besondere daran: In allem stecken Kräuter aus dem Entlebuch, die Silvia Limacher sammelt oder anbaut, trocknet und weiterverarbeitet. Die Rezepte hat sie selber kreiert.

Missglückte Versuche, Rosenblüten-Creme und ein Sortiment
«Aus Freude an den Kräutern und der Natur» habe sie vor fünf Jahren mit dem Pröbeln begonnen. «Ich wollte nicht dasselbe machen wie andere Bauersfrauen: Konfitüre, Sirup oder Tee.» Was sich als nicht ganz einfach erwies: «Anfangs landete vieles auf dem Misthaufen», erzählt die quirlige Frau mit dem passenden Vornamen Silvia (vom lateinischen Wort Silva, Wald) lachend über ihre missglückten ersten Versuche.

Doch sie machte weiter. Als Erstes gelang ihr die Rosenblüten-Creme. In der Zwischenzeit ist ein ganzes Sortiment an Salben, Balsam und Massageölen entstanden. Das Mandel- und das Jojobaöl, Hauptbestandteile vieler Produkte, muss die «Chrütlimacherin» aber importieren, da sie in der Schweiz nicht angebaut werden können. Der Träsch für die Tinkturen stammt allerdings vom eigenen Hof.

Durchs Fernsehen schlagartig bekannt geworden
Die initiative Mutter zweier Kinder überlässt nichts dem Zufall; sie hat sich in ihrer Ausbildung zur Drogistin ein fundiertes Wissen über Heilkräuter angeeignet, und auch bei einem Hausarzt hat sie gearbeitet.

Vor allem Passanten, die die 2003 eröffnete Kneippanlage oberhalb des Hofs nutzten, klopften anfangs bei ihr an. Einen Nachfrageschub gabs Ende letzten Jahres – dank dem Fernsehen. Dort zeigte Silvia Limacher, dass sie auch vorzüglich kochen kann. Die Serie «SF bi de Lüt – Landfrauenküche» verhalf ihr und ihren Kosmetikprodukten schlagartig zu Bekanntheit in der ganzen Deutschschweiz. Inzwischen stellt sie an mindestens zwei Nachmittagen pro Woche Kosmetika her.

Falls der Absatz weiterhin ansteigt, stösst Silvia Limacher an Produktionsgrenzen. «Jemanden anstellen möchte ich nicht, da ich es zu gern selber mache», sagt sie.

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.