SIP: Wieso ist um 2 Uhr schon Schluss?

Die SIP reduziert ihre Einsatzzeit, da die Leute frühmorgens nicht mehr ansprechbar seien. «Das ist aber keine Kapitulation», sagt der SIP-Chef.

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Die SIP engagiert sich für Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die SIP engagiert sich für Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum. (Bild: Archiv Neue LZ)

«Um 2 Uhr morgens ist für uns Feierabend. Dann beenden wir unsere Patouillentätigkeit.» Dies sagte Anton Häfliger, Leiter der mobilen Einsatzgruppe SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) am Mittwoch an einem öffentlichen Podiumsgespräch zum Thema Jugendgewalt. Die Aussage erregte Aufsehen, ging man doch bisher davon aus, dass die Mitarbeiter der SIP auch in den späten Nacht- und frühen Morgenstunden in Luzerns Strassen für Sicherheit und Sauberkeit sorgen. Das Problem sei der massive Alkoholgenuss von Jugendlichen an Wochenende – so begründete Häfliger den Rückzug: «Nach 2 Uhr morgens kann man mit niemandem auf der Strasse mehr vernünftig reden.»

Kapituliert die SIP damit vor der Jugendgewalt, die mit dem steigenden Alkoholkonsum einhergeht? «Von Kapitulation kann keine Rede sein», sagt Häfliger. Er bestätigt, dass die SIP-Teams früher teilweise bis 5 Uhr morgens unterwegs gewesen seien. Dass die Einsatzzeit reduziert wurde, sei unter anderem auf das städtische Sparpaket 2011 zurückzuführen: «Als Folge davon musste die SIP Stellen abbauen. Das heisst, dass wir mit unseren Ressourcen jetzt noch sorgsamer umgehen müssen.» Häfliger betont: «Es bringt nichts, wenn wir nach 2 Uhr Personen ansprechen, die so betrunken sind, dass sie sich am nächsten Tag nicht einmal mehr an das Gespräch erinnern können.»

Hugo Bischof

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