Skepsis gegenüber Güsel-Aktion

Die Stadt Zug hat am Wochenende den Abfall auf den Strassen einfach liegen gelassen. Der Luzerner Strasseninspektor ist eher skeptisch gegenüber dieser Aktion.

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Für das Luzerner Strasseninspektorat kommt eine ähnliche Aktion wie in Zug momentan nicht in Frage. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Für das Luzerner Strasseninspektorat kommt eine ähnliche Aktion wie in Zug momentan nicht in Frage. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Sommerzeit ist Litteringzeit. Wenn die Temperaturen das Ausgangsvolk an Wochenenden ins Freie locken, bleibt danach wieder massenhaft Abfall liegen. Die Stadt Zug hat letztes Wochenende ein Exempel statuiert und die Reinigungskräfte ruhen lassen. Dies, damit das volle Ausmass der nächtlichen Eskapaden sichtbar wird. Das Echo war riesig, positiv wie negativ.

Bernhard Jurt, was halten Sie von der Aktion der Stadt Zug?

Bernhard Jurt:Wir haben die Aktion von Zug zur Kenntnis genommen. Das ist eine Möglichkeit, die Leute zu sensibilisieren, ihnen zu zeigen, was für Zustände herrschen können. Allerdings fragt sich, ob auch die richtigen Leute – also die Verursacher – das Ausmass sehen. Denn der grösste Teil des Abfalls stammt von Partygängern. Diese sind oft nicht ortsansässig oder in den Morgenstunden nicht unterwegs. Ich will nicht sagen, dass die Aktion in der Stadt Luzern keine Wirkung hätte, aber wie lange diese anhalten wird, ist nicht messbar.

Interview Guy Studer

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