SKIGEBIETE: Die Rega musste über tausend Mal ausrücken

In diesem Winter haben sich auf Schweizer Skipisten massiv mehr Unfälle ereignet. Anders in der Zentralschweiz: Hier haben sich Präventionsmassnahmen ausbezahlt.

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Ärzte der Rega bergen einen verunfallten Schneesportler auf einer Skipiste in Davos. (Bild Keystone)

Ärzte der Rega bergen einen verunfallten Schneesportler auf einer Skipiste in Davos. (Bild Keystone)

Die neusten Zahlen der Suva sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der verunfallten Skifahrer lag in diesem Winter um 66 Prozent höher als im Vorjahr. Auch die Snowboardunfälle haben um 49 Prozent zugenommen. Die Rega verzeichnet eine starke Zunahme der Rettungseinsätze. Rega-Sprecher Gery Baumann führt dies vor allem auf die anhaltend guten Bedingungen auf den Pisten mit entsprechend vielen Gästen in den Skigebieten zurück.

Zentralschweiz: Wenig Unfälle
Diese Erklärung trifft allerdings nicht auf die Zentralschweizer Skigebiete zu. Obwohl auch hier die Besucherzahlen hoch waren, gab es kaum mehr Unfälle als im Vorjahr. Auf dem Titlis erhöhte sich die Unfallzahl nur leicht - während sich rund ein Drittel mehr Wintersportler auf den Pisten tummelten.

Immer höheres Tempo als Problem
Titlis-Pistenchef Christoph Bissig führt dies unter anderem darauf zurück, dass man einige rote Pisten neu als schwarz deklariert hat. Da Letztere weniger oft präpariert werden, kann dort weniger schnell gefahren werden. Diese Massnahme nütze mehr als ein Tempolimit auf den Pisten, ist Bissig überzeugt. Dass das immer höhere Tempo auf den Pisten ein zusätzliches Unfallrisiko ist, bestätigt Rega-Sprecher Baumann: «Die Unfallbilder gleichen oft denen von Verkehrsunfällen.»


Ernst Zimmerli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.