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SKIGEBIETE: Tourismus-Boom dank Wendy Holdener

Trotz Wetterkapriolen im Januar: Die regionalen Skidestinationen sind mit der Wintersaison bislang sehr zufrieden. Dabei halfen top Schneeverhältnisse. Und im Hoch-Ybrig trug auch Olympiasiegerin Wendy Holdener ein Stück zum guten Ergebnis bei.
Thomas Heer
Noch hats Schnee in den Schwyzer Skigebieten. Das Bild zeigt einen Skifahrer, der sich auf dem Hoch-Ybrig austobt. (Bild: PD)

Noch hats Schnee in den Schwyzer Skigebieten. Das Bild zeigt einen Skifahrer, der sich auf dem Hoch-Ybrig austobt. (Bild: PD)

Thomas Heer

thomas.heer@luzernerzeitung.ch

Allein ihre Namen deuteten auf Ungemach hin. Burglind oder Friederike wurden die Januar-Stürme von den Meteorologen getauft – und sie hinterliessen vielerorts in der Schweiz eine Spur der Verwüstung. Die teils mit Orkanstärke über weite Teile Europas fegenden Winde tangierten auch das regionale Skigeschehen. Teils musste der Betrieb sogar eingestellt werden, so auch während dreier Tage auf dem Hoch-Ybrig, wie Urs Keller, Geschäftsleitungsmitglied des örtlichen Ferien- und Sportzentrums, bestätigt. Im Februar dann beeinträchtigte während Tagen noch eine Hochnebellage den Betrieb. Ansonsten gibt es aus Kellers Sicht an der bisherigen Skisaison nichts zu mäkeln. Im Gegenteil: Er ist mit dem Bisherigen rundum zufrieden und sagt: «Wir generierten im Vergleich zur Vorjahresperiode bislang knapp 1 Million Franken mehr Umsatz und transportierten 20 Prozent mehr Gäste.»

Fragt man Keller nach den Gründen, die zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt haben, erwähnt er zuerst den frühen Saisonstart. Bereits am 18. November hätten die Hoch-Ybrig-Bahnen heuer ihren Betrieb aufgenommen. Ganz anders war die Situation im Vergleich zum Vorjahr: «Damals war es teilweise so warm, dass es nicht möglich war, die Pisten technisch zu beschneien.» Folgerichtig erwähnt Keller sodann die guten Schneeverhältnisse in diesem Winter. Der Schnee entscheidet über Sein oder Nichtsein der Ski-Resorts und ist und bleibt der überlebenswichtige Sauerstoff für diese Tourismusbranche.

Die Stoosbahn legt um 30 Prozent zu

Urs Keller kann, was nicht vielen Wintersportunternehmern vergönnt ist, noch einen aussergewöhnlichen Trumpf aus dem Ärmel schütteln. Dieser hat ­einen Namen und heisst Wendy Holdener. Die erfolgreiche Skirennfahrerin, mittlerweile sowohl Olympiasiegerin wie auch Weltmeisterin, stammt aus der Hoch-Ybrig-Region. Ist die 24-Jährige doch in Unteriberg aufgewachsen. Keller sagt: «Natürlich hat Wendy einen positiven Effekt auf unser Skigebiet. In einem Restaurant haben wir speziell ‹Wendy’s Goldstübli› eingerichtet.» Wer die Championne einmal live sehen wollte, hatte diese Woche auf Hoch-­Ybrig Gelegenheit, die Rennfahrerin beim Training zu beobachten.

Wie die Hoch-Ybrig-Region vermelden auch die Stoosbahnen Positives zum bisherigen Verlauf der Skisaison. Ivan Steiner, verantwortlich fürs Marketing, sagt: «Wir verzeichneten einen aussergewöhnlich guten Winter. Mit der neuen Standseilbahn, der steilsten der Welt, können wir unsere Gäste nun mitten ins Skigebiet transportieren.» Gegenüber dem Vorjahr sei, so Steiner, die Zahl der transportierten Gäste um satte 30 Prozent gestiegen.

Auch eine dritte Schwyzer Skidestination konnte in dieser Saison gegenüber 2016/17 zulegen. «Wir sind leicht besser unterwegs als letzte Saison», sagt Marcel Murri von der Sattel/Hochstuckli AG. Er fügt aber auch an: «Allein gute Schneeverhältnisse genügen nicht. Die Kundschaft ist anspruchsvoll und besucht uns vor allem dann, wenn das Wetter stimmt.»

Auch Peter Reinle, Leiter Marketing bei den Titlis-Bergbahnen, ist mit dem Bisherigen zufrieden und erwähnt in Bezug aufs Vorjahr ein Umsatzplus von 2 bis 3 Prozent. Einen Grund für den Erfolg sieht er in der Verbesserung der Infrastruktur und kommt dabei auf die Titlis-Express-Bahn zu sprechen, welche die Transportkapazität seit drei Jahren erheblich gesteigert habe. Auch bei den Bergbahnen Sörenberg AG und der Skiarena Andermatt-Sedrun sind die Verantwortlichen mit dem Saisonverlauf zufrieden und hoffen nun, dass das Wetter im Frühling mitspielt.

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