SKILEGENDE: Auch in Luzern erinnert man sich an Toni Sailer

Der österreichische Skirennfahrer Toni Sailer (73) ist gestorben. In seinem Leben stand er nicht nur auf den Skiern, sondern unter anderem auch auf der Bühne des Luzerner Theaters.

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Toni Sailer mit Bühnenpartnerin im Winter 1962 als Schauspieler am Stadttheater Luzern. (Archivbild Luzerner Theater)

Toni Sailer mit Bühnenpartnerin im Winter 1962 als Schauspieler am Stadttheater Luzern. (Archivbild Luzerner Theater)

Der «Schwarze Blitz aus Kitz», Toni Sailer, verstarb am Montag nach längerer Krankheit 73-jährig in Innsbruck. Er war einer der ganz Grossen im internationalen Skizirkus und in Österreich eine lebende Legende. An den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d?Ampezzo (It) gewann der damals 20-Jährige in allen Disziplinen (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom). 1959 - als 23-Jähriger - beendete der gelernte Glaser und Spengler seine Rennsportkarriere jedoch, um ins Showbusiness zu wechseln.

Rollen in zwei Stücken
Unter «Berufliches» stand im «Spiegel» vom 25. April 1962 dieser Fünfzeiler: «Toni Sailer, 26, abgedankter Skikönig, ist für die kommende Spielzeit als Darsteller an das Stadttheater Luzern verpflichtet worden.» Während der Spielzeit 1962/63 machte Sailer gemäss dem Luzerner Theater in zwei Produktionen mit: In «Der Tod des Handlungsreisenden» (von Arthur Miller) spielte er die Rolle des Biff, und in der Komödie «Wolken sind überall» (von F. Hugh Herbert) spielte er den Donald Gresham.

Sailer hatte in Berlin die Schauspielschule absolviert. Er spielte danach in Theaterproduktionen mit, drehte etwa 20 (Heimat-)Filme – und er war mit 18 Schallplatten auch als Schlagersänger erfolgreich.

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.