SNB schüttet doppelten Gewinn aus – Luzerner Finanzhaushalt erhält 32-Millionen-Zustupf

Dank der doppelten Gewinnausschüttung durch die Nationalbank kann der Kanton Luzern seine Rechnung 2020 voraussichtlich besser abschliessen als geplant. Vom finanzpolitischen Kurs soll aber gleichwohl nicht abgerückt werden.

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(lil) Statt den budgetierten 32 Millionen Franken wird der Kanton Luzern im laufenden Rechnungsjahr von der SNB rund das Doppelte erhalten. Dies teilt der Kanton am Donnerstagmorgen mit. Der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss freue sich über die 64-Millionen-Summe. Er wisse aber, dass der Kanton Luzern seinen Finanzhaushalt nur dann nachhaltig konsolidieren kann, wenn Regierung, Kantonsrat und Bevölkerung weiter an der Ausgabendisziplin festhalten.

Regierungsrat und Finanzdirektor Reto Wyss in seinem Büro in Luzern.

Regierungsrat und Finanzdirektor Reto Wyss in seinem Büro in Luzern.

Dominik Wunderli,
8. Oktober 2019

Die Zusatzausschüttung der Nationalbank helfe, künftig finanzielle Schwankungen abzufedern und verbessert die Investitionsfähigkeit des Kantons in den kommenden Jahren, wie in der Mitteilung weiter zu lesen ist. Der Kanton Luzern rechne in den Jahren 2021 bis 2023 mit leichten Defiziten. Und will daher trotz der angekündigten doppelten Gewinnausschüttung nicht vom finanzpolitischen Kurs abrücken. Er wolle weiterhin «eine restriktive Ausgabenpolitik führen, Investitionen gezielt tätigen, faire Einnahmen generieren und bei der Leistungserbringung eine hohe Effizienz erzielen.»