So «grandios» ist die Abholung des Fritschivaters in der Luzerner Innenstadt

Mit dem obligaten Umzug feierte die Zunft zu Safran die Abholung ihres Fritschivaters Daniel Medici. Er wie auch die Ehrengäste genossen das Programm - und freuten sich vor allem auf eines: das Bärteliessen mit der Chügelipastete.

Roman Hodel
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Fritschivater Daniel Medici bei der Abholung vor dem Hotel Wilden Mann.

Fritschivater Daniel Medici bei der Abholung vor dem Hotel Wilden Mann.

(Bild: Roger Grütter, Luzern 18. Januar 2020)

Um die Vorfasnacht ist am Samstag in der Stadt Luzern niemand herumgekommen: Exakt 16 Uhr war es, als vor dem Hotel Wilden Mann in Luzern die ohrenbetäubenden Salutschüsse der Zunftgrenadiere knallten. Danach schlängelte sich ein gut 20 Gruppen umfassender Umzug der Zunft zu Safran durch die Altstadt zum KKL, wo am Abend das traditionelle Bärteliessen stieg.

Dass im Umzug mehrere Fahrzeuge mit der Aufschrift «Musegg Immobilien» und sogar zwei schicke Motorboote mitfuhren, kam nicht von ungefähr. Fritschivater Daniel Medici ist Eigentümer dieser Firma und überdies Präsident der St. Niklausen-Schiffgesellschaft (SNG). Der 53-Jährige sass mit seiner Ehefrau Katharina und den Töchtern Lou und Léonne in der letzten Kutsche.

Alle sind bereit, um den Fritschivater vor dem Wilden Mann in Empfang zu nehmen.
12 Bilder
Gespannt warten sie auf Daniel Medici.
Daniel Medici, der Fritschivater vor dem Wilden Mann.
Das Ganze wird feierlich umrahmt.
Auch Daniels Frau Katharina ist mit von der Partie.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.
Weitere Impressionen von der Fritschivater-Abholung.

Alle sind bereit, um den Fritschivater vor dem Wilden Mann in Empfang zu nehmen.

Roger Grütter
18. Januar 2020

Sein grosser Tag der Abholung hatte bereits um 10 Uhr im «Old Swiss House» begonnen. Zum Zmittag gab es Tafelspitz. Später, im Wilden Mann, folgten zahlreiche Darbietungen zu Ehren des Fritschivaters. «Grandios war es», sagte Medici und fügte an:

«Die Leute haben viel über mein Leben gehört. Ich hoffe, sie behalten es für sich.»

Die Ehrengäste jedenfalls hielten dicht. Sie schwärmten lieber vom Anlass an sich: «Die Darbietungen waren irrsinnig lustig und ich traf Leute, die ich seit 40 Jahren nicht mehr gesehen habe - nun mit grauen Haaren, oder gar keinen», sagte «Mobiliar»-CEO Markus Hongler, in Zürich wohnhafter Heimweh-Luzerner, und schob nach: «An die Fasnacht gehe ich nicht mehr, aber früher habe ich extra eine Woche freigenommen.» Das wäre Philipp Schwander, ebenfalls Wahl-Zürcher, aber Heimweh-St. Galler, eher nicht in den Sinn gekommen: «Ich bin kein Fasnächtler - aber halte mich gerne bei den Zünften auf», sagte er.

Der dritte Ehrengast, Abt Christian Meyer aus Engelberg, schwärmte als gebürtiger Stadtbasler natürlich von den «drey scheenschte Dääg», erlebte jedoch die Fritschi-Abholung als ebenso «unterhaltsam, lebendig und frisch». Gemeinsam war allen die Vorfreude auf das Bärteliessen, namentlich die Chügelipastete. Abt Christian Meyer sagte es so: «Davon könnte ich tonnenweise essen.»

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