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So kam es zum Luzerner IT-Debakel

Von einem Debakel sprach unsere Zeitung in jenem Sommer, als die Unregelmässigkeiten im Beschaffungswesen der kantonalen Informatikstelle publik wurden. Die Geschichte beschäftigt die Justiz seit Jahren.
Kilian Küttel

Die Berufungsverhandlung vom Donnerstag um den ehemaligen Informatik-Chef des Kantons war bereits die zweite vor dem Luzerner Kantonsgericht. Die erste vom 4. Dezember 2018 musste unterbrochen und verschoben werden. Dies hatte sich die Verteidigung des 51-Jährigen erstritten.

Ausschlaggebend war fehlende Akteneinsicht. Ebenso hatte die Verteidigung moniert, Marcel Schwerzmann nicht eingehend befragt haben zu können, als dieser im Juni 2014 von der Staatsanwaltschaft einvernommen worden war.

Der Fall beschäftigt die Luzerner Justiz seit nunmehr über sechs Jahren: Im März 2013 hatte der Luzerner Regierungsrat Strafanzeige gegen den Ex-Informatikchef eingereicht. Bereits im Herbst 2011 war die kantonsrätliche Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) auf Ungereimtheiten im Beschaffungswesen gestossen.

Freispruch wegen Urkundenfälschung

Als die Erkenntnisse im Sommer 2013 publik wurden, folgte ein medialer Aufschrei. Unsere Zeitung schrieb am 13. Juli von einem «Informatik-Debakel». Lange blieb unklar, wie hoch die Schadenssumme tatsächlich war. Dafür waren drei Gutachten in Auftrag geben worden.

Am 18. Februar 2015 erhob die Luzerner Staatsanwaltschaft Anklage bei Kriminalgericht. Unter anderem wegen ungetreuer Amtsführung, eventuell Vorteilsnahme sowie mehrfacher Urkundenfälschung. Das Kriminalgericht verurteilte den heute 51-Jährigen wegen des Tatbestand des Sich-bestechen-Lassens, sprach ihn vom Vorwurf der Urkundenfälschung aber frei.

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