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Grüter bleibt realistisch: «So macht es keinen Sinn»

Franz Grüter tritt nicht zum zweiten Wahlgang für den Ständerat an. Die Chancen auf einen Erfolg sind zu klein.

(mst) 95 Delegierte der SVP des Kantons Luzern trafen sich gestern Abend in Zell. Franz Grüter redete nicht lange um den heissen Brei herum. Er wäre nach wie vor «hochmotiviert», um im zweiten Wahlgang anzutreten: «Ich wäre weiter im Wahlkampfmodus.» Doch mit dieser Ausgangslage – die Linken treten nicht mehr an, also bestehen für die SVP gegen die CVP und Linksgrün kaum Chancen – «macht es keinen Sinn. Wir müssen der Realität ins Auge blicken.» Er gab sich überzeugt, dass die Bevölkerung es nicht goutieren würde, wenn die SVP alleine gegen die CVP antreten würde. «Wir würden ein Image von Sturheit erhalten.» Die Würfel fielen bei Grüter also schnell.

«In diesem Sinne sage ich nun mit Demut: Ich gratuliere Andrea Gmür.»

Die Delegierten akzeptierten das Vorgehen nach kurzer Diskussion grossmehrheitlich.

Zum Schluss gab es von der Parteileitung noch einen Eventualantrag. Falls bis zum Eingabeschluss am Donnerstag wider Erwarten doch noch ein Kandidat auftauchen sollte, könnte der Vorstand selbstständig entscheiden, ob er Franz Grüter ebenfalls für den zweiten Wahlgang anmelden soll. Auch dieses Vorgehen wurde von den Delegierten deutlich befürwortet.

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