Luzerner Staatsanwaltschaft

40 Mal in fast 4 Jahren Fall wegen Wiedergutmachung eingestellt: So selten ist der «Fall Loredana»

Nur bei einem Bruchteil aller Fälle, die von der Luzerner Staatsanwaltschaft eingestellt oder gar nicht angenommen werden, war eine aussergerichtliche Wiedergutmachung die Ursache.

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Er hat den «Fall Loredana» betreut: Der Luzerner Staatsanwalt Adrian Berlinger.

Er hat den «Fall Loredana» betreut: Der Luzerner Staatsanwalt Adrian Berlinger.

Pius Amrein (Luzern, 12. Oktober 2020)

(avd) Zu einem Gerichtsverfahren ist es zwischen der Luzerner Rapperin Loredana und ihrem Opfer Petra Z. nie gekommen: Die Parteien haben sich aussergerichtlich auf eine Wiedergutmachung geeinigt. Das kommt selten vor, wie nun die Antworten des Luzerner Regierungsrats auf eine Anfrage von SVP-Kantonsrat Daniel Keller zeigen.

Konkret sind von der Staatsanwaltschaft in fast vier Jahren 40 solcher Fälle registriert worden. Dieser Zahl steht für den gleichen Zeitraum eine Gesamtzahl von 22807 Verfahren entgegen, die eingestellt oder nicht an die Hand genommen wurden. Die 40 Fälle bezogen sich zu rund 65 Prozent auf verschiedene Vermögensdelikte.