So soll das neue Ruderzentrum aussehen

Die Infrastruktur am Rotsee wird erneuert. Geplant ist ein neues Ruderzentrum, zu dem auch ein neuer Zielturm gehört. Die Finanzierung des 16-Millionen-Projekts ist noch nicht gesichert.

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So soll das neue Ruderzentrum am Rotsee aussehen. (Bild: PD)

So soll das neue Ruderzentrum am Rotsee aussehen. (Bild: PD)

Der Verein Naturarena Rotsee hat am Donnerstagmorgen das neue Projekt der Zürcher Architekten Andreas Fuhrimann / Gabrielle Hächler Architekten AG vorgestellt. Geplant ist ein Ruderzentrum, das «funktionell sorgfältig in die Landschaft eingebettet» ist. Das neue Ruderzentrum wird nötig, weil die alte Infrastruktur den heutigen Bedürfnissen nicht mehr genügt. Es beinhaltet unter anderem ein Restaurant sowie Garderoben und Duschen für die Athleten. Ein Vorteil des Holz-Projekts sei, dass die Rotsee-Wiese laut Medienmitteilung «umfassend offen und frei» ist. Das Restaurant soll auch anderen Organisationen zur Verfügung gestellt werden.

Neuer Zielturm

Der Zielturm beinhaltet drei Ebenen und bietet bis zu 18 Arbeitsplätze. Überzeugt hat die Jury die starke architektonische Einheit von Ruderzentrum und Zielturm. Allerdings gibt es aus Sicht der Auftraggeber vor allem beim Zielturm noch kritische Punkte. So stehen die fixe Anbindung ans Ufer und die ständige Begehbarkeit des Turmes im Widerspruch zu den vorgesehenen Funktionen sowie zum Uferschutz. «Von Beginn weg war klar, dass die Naturarena Rotsee den grösstmöglichen Kompromiss zwischen Natur, Erholung und Rudersport zu realisieren hat», betont Geschäftsführer Cédric Habermacher. Deshalb werde das Projekt in den nächsten Monaten noch verfeinert.

Bild: Manuela Jans / Neue LZ
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Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ
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Bild: Manuela Jans / Neue LZ
7. April 2013: Der Zielturm am Rotsee hat inzwischen seine neue Form erhalten. Jetzt steht der Innenausbau an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Spatenstich am Rotsee für den Bau des neuen Zielturms am 11. Dezember 2012. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Sie freuen sich auf den neuen Zielturm: (von links) Felix Howald, Präsident Verein Naturarena Rotsee. Mario Gyr, Ruderer. und Urs Hunkeler, Vorstand Naturarena Rotsee. (Bild: PD)
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Der Zielturm wird dreistöckig und bietet bis zu 18 Arbeitsplätze. (Bild: PD)
Restaurant für die Athleten mit Sicht auf den Rotsee. (Bild: PD)
Das neue Ruderzentrum soll rund 16 Millionen Franken kosten. (Bild: PD)
Blick vom Rotsee auf das Ruderzentrum. (Bild: PD)
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Cédric Habermacher, (Geschäftsführer Naturarena), die Architekten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler sowie Naturarena-Präsident Felix Howald am 26. April 2012 mit einem Modelvor dem Ruderzentrum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Training im Rotsee: die Infrastrukturen sind veraltet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
1962 fand auf dem Rotsee die erste Ruder-WM statt. (Bild: Max A. Wyss / Stiftung Fotodok)

Bild: Manuela Jans / Neue LZ

Aufwertung der Umgebung

Die Zufahrten, Wege und Plätze sollen im Zuge der Erneuerung aufgewertet werden. Auch die Uferzonen zwischen Zielgelände und Rudersportzentrum sollen naturnaher gestaltet werden. Die Stege für die Wässerung der Boote werden neu platziert. Diese Teilprojekte erarbeiten die Firma Metron AG aus Brugg und die Fachstelle Umweltschutz der Stadt Luzern.

Finanzierung bis Ende 2012

Der Verein Naturarena geht davon aus, dass das Projekt rund 16 Millionen Franken kostet. Alleine Zielturm und Ruderzentrum kosten 12 Millionen. Seitens Kanton und Stadt Luzern sowie der Gemeinde Ebikon rechnet der Verein mit 11 Millionen Franken. Auch vom Bund erwartet der Verein einen finanzielle Zustupf. «Wir rechnen zudem mit finanziellen Engagements von Ruderkreisen. Aber wir sind auch daran, private Mäzene und Firmen für den Erhalt der Rudertradition am Rotsee zu begeistern», sagt Felix Howald, Präsident Verein Naturarena Rotsee.

Bis im Sommer wird das Projekt verfeinert und die Kosten berechnet. Ziel des Vereins ist, dass sämtliche Bauten auf die Ruderwelt 2016 bereit sind.

pd/rem

Hinweis:
Details zum Projekt werden am Standort des künftigen Ruderzentrums (26. April, 12-14 Uhr; 28. April 14-17 Uhr, 2. Mai 16-18 Uhr) und an der Luga am Stand von LuzernPlus (Halle 2) präsentiert. Weitere Informationen zum Projekt gibts auf www.naturarena.ch