So tricksen Schmuggler den Zoll aus

Selbst 14-Jährige lenken Autos und versuchen Waren über die Grenze zu schmuggeln. Eine Ausstellung im Verkehrshaus zeigt, was der Zoll dagegen tut.

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Zollbeamte zeigen im Verkehrshaus, wie sie arbeiten. Andreas Gisin demonstriert, wie er einen Lastwagen scannt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Zollbeamte zeigen im Verkehrshaus, wie sie arbeiten. Andreas Gisin demonstriert, wie er einen Lastwagen scannt. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Gehts um Schmuggel, sind der menschlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sei es in Windeln von Babys oder Rollstühlen von Grossmüttern: An den unmöglichsten Orten ist Fridolin Wildhaber, Einsatzleiter im Zollkreis Basel, bereits auf Drogenverstecke gestossen.

Bei seiner täglichen Arbeit stösst Reck immer wieder auf Kinder, die hinter dem Lenkrad sitzen und Schmuggel- oder Diebesware verschieben. Dabei handelt es sich oft um Angehörige aus Camps aus dem benachbarten Elsass oder dem süddeutschen Raum. Rechtlich sei, so Reck, diesen Kindern kaum beizukommen.

Für ihre Arbeit steht den Zöllnern modernste Technik zur Verfügung. Mit einem mobilen Scanner können beispielsweise ganze Lastwagen geröntgt werden. Das ist sehr effizient und erhöht den Kontrollerfolg markant.

Aus dem Zollwesen generiert der Bund im Übrigen mehr als ein Drittel seiner Einnahmen. «Letztes Jahr kamen aus unserem Bereich 23 Milliarden Franken zusammen», sagt Zollsprecher Walter Pavel.

Hinweis: Seit gestern läuft die Ausstellung «Zoll» im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Im Innenhof sind Hilfsmittel zu sehen, welche den Zöllnerinnen und Zöllnern bei ihrer täglichen Arbeit zur Verfügung stehen. Die Ausstellung dauert bis am 16. Juni.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.