SÖRENBERG: «Zum Skifahren könnte das Wetter nicht besser sein»

Ab nächster Woche beginnen für die meisten Luzerner Schüler die Ferien. Auf jene Kinder, die ein Schneesportlager der Fasnacht vorziehen, warten gute Bedingungen. Unser Reporter war auf der Piste.

Roger Rüegger
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Gestern in Sörenberg: Schneesportler stehen am Skilift «Dorf AG1» an (oben). Skilehrer Daniel Emmenegger ist unterwegs mit seiner Schülerin Melinda und ihrer Mutter Anita Chodorowska. (Bilder: Philipp Schmidli)

Gestern in Sörenberg: Schneesportler stehen am Skilift «Dorf AG1» an (oben). Skilehrer Daniel Emmenegger ist unterwegs mit seiner Schülerin Melinda und ihrer Mutter Anita Chodorowska. (Bilder: Philipp Schmidli)

Es ist Sonntagmorgen. Die Parkplätze in Sörenberg füllen sich schon früh. An den Skiliften ­stehen die Schneesportler ab halb neun geduldig an. Während an Werktagen die Pisten mehrheitlich mit Teilnehmern von Schneesportlagern befahren werden, vergnügen sich an ­Wochenenden eher Familien, kleinere Gruppen und einzelne Schneesportler im Skigebiet.

Bei der Gondelbahnstation Rossweid blickt Skilehrer Daniel Emmenegger auf die Uhr. «Wie viel Verkehr gibts? Hat es Stau?», will der 24-Jährige, der auf seine Schülerin wartet, wissen. Kaum hat er die Frage gestellt, stehen eine Frau und ein Mädchen neben ihm: Anita Chodorowska und ihre siebenjährige Tochter Melinda aus London. Die beiden sind bei Verwandten im Kanton Zürich in den Ferien. Als Melinda erfuhr, dass ihr Cousin in Sörenberg zum Schneesport geht, wollte sie auch. «Sie stand am Samstag zum ersten Mal auf Ski. Richtig Schnee hat sie auch noch nie gesehen», erzählt die Mutter.

Skilehrer Daniel Emmenegger erklärt dem Mädchen das Ziel für den heutigen Tag. «Zuerst fahren wir im Kinderland mit dem Förderband. Wir wollen aber noch heute mit dem Skilift hochfahren.» Sie mache es schon gut, das klappe, ist er überzeugt.

«Die Piste ist gut präpariert und der Schnee weich»

Elias Bolzern reizt das Skifahren ebenfalls. Und wie. Der 26-Jährige aus Obernau ist regelmässig in Sörenberg und beherrscht sein Sportgerät offenbar sehr gut. Gegen Mittag schraubt er an ­seiner Skibindung. «Die Piste ist super präpariert und der Schnee schön weich. Ich stelle die Bindung deshalb etwas härter ein, dann gehts wieder los.»

Auf grüne Weihnachten folgt ein herrlicher Winter

Die Sonne verschwindet zwar hin und wieder hinter den Wolken, aber insgesamt ist es ein Tag zum Geniessen. Roger und Cornelia Erni sind mit ihren Kindern Silvan und Sandro auf der Schlittelpiste unterwegs. «Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern gerne nach Sörenberg gekommen», sagt Vater Roger, der mit Sohn Silvan auf dem Bob fährt. Mami Cornelia spaziert mit dem kleinen Sandro im Tragtuch hinterher. «Bei diesem Wetter und dem Knirschen des Schnees reizt es mich, wieder Ski zu fahren», sagt sie. Das will die Familie aus Mauensee nachholen, sobald die Buben grösser sind.

Auch Sörenbergs Tourismusdirektorin Carolina Rüegg ist auf der Piste. Sie hat gut lachen bei diesen Schneeverhältnissen. «Ende Jahr haben wir gehofft, dass sich der Winter wie letztes Jahr präsentiert», sagt sie und fährt zügig wieder los. Auch letztes Jahr war es an Weihnachten grün, und dann folgte doch noch ein herrlicher Winter. Es scheint genauso wieder zu kommen.

Das Wetter bleibt zumindest für die kommenden Tage schön. Im Flachland liegt laut Meteorologe Thomas Jordi von Meteo Schweiz zwar Nebel, in den Bergen bleibt es bis mindestens am Donnerstag schön und mild mit dünnen Wolkenfeldern. «Die Temperaturen in 2000 Metern Höhe bewegen sich um die 5 Grad.» Und er fügt an: «Zum Skifahren könnte das Wetter nicht besser sein.»

 

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Schneesportler stehen am Skilift «Dorf AG1» an. (Bild: Philipp Schmidli)

Schneesportler stehen am Skilift «Dorf AG1» an. (Bild: Philipp Schmidli)