SÖRENBERG/ROTHORN: Sörenberg-Bahnen investieren in die Zukunft

Das grösste Luzerner Skigebiet soll noch attraktiver werden: Geplant sind neue Transportanlagen und ein Bergrestaurant für insgesamt rund 35 Millionen Franken.

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Der Neubau des Restaurants schmiegt sich wie eine Schlange an die Flanke des Rothorns und bietet eine fantastische Aussicht über das Skigebiet Eisee hinaus. (Bild: Illustration BBS)

Der Neubau des Restaurants schmiegt sich wie eine Schlange an die Flanke des Rothorns und bietet eine fantastische Aussicht über das Skigebiet Eisee hinaus. (Bild: Illustration BBS)

So stellen sich die Planer das neue Restaurant auf dem Rothorn vor. (Bild: Illustration BBS)

So stellen sich die Planer das neue Restaurant auf dem Rothorn vor. (Bild: Illustration BBS)

Schon seit geraumer Zeit existiert die Vision, die beiden Skigebiete Sörenberg und Rothorn miteinander zu verbinden. Wie dem aktuellen Journal der Unesco Biospähre Entlebuch zu entnehmen ist, nutzten die Bergbahnen Sörenberg die Betriebsbewilligung und Konzessionserneuerung der Rothornbahn für die Vorbereitung eines Quantensprungs im Zentralschweizer Bergbahntourismus. So wurde aus der Vision eines zusammenhängenden Skigebietes inzwischen ein konkretes Projekt.

Das Konzept Sörenberg Rothorn sieht unter anderem folgende Zukunftsstrategie vor.

  • Bau einer neuen 8-er Gondelbahn mit Talstation im Raume Witmoos Sörenberg und Bergstation (Rothorn Ostseite) im Raume der heutigen Bergstation der Sesselbahn Eisee. Damit würde für das Erreichen des Skigebietes Rothorn-Eisee der Tunneldurchgang wegfallen. Das Skigebiet Eisee soll mit einer modernen 4-er Sesselbahn (Ersatzbau) erschlossen werden.
  • Der heute bestehende Skilift auf Eisee soll abgebaut und nach Schönenboden-Oberhabchegg verlegt werden, wo er die Verbindung zum Skigebiet Sörenberg Dorf sicherstellt. Eine zusätzliche Sesselbahn von Witmoos nach Witenlauenen soll die Verbindung zum Dorf stärken.
  • Dort, wo sich die Sesselbahn und die Gondelbahn auf dem Brienzer Rothorn treffen, soll ein neues Bergrestaurant erstellt werden.
  • Das bestehende Gipfelrestaurant Rothorn soll einer neuen Nutzung zugeführt werden und das Restaurant Eisee wird zu Gunsten des Neubaus aufgegeben. .


Die Investitionen am Rothorn werden auf rund 35 Millionen Franken geschätzt. Entscheidend für das Gelingen des Vorhabens ist, ob es nun gelingt, noch dieses Jahr die Finanzierung des Vorhabens sicherzustellen. Ende Jahr soll, vorausgesetzt die Finanzierung steht, mit den ersten Bauaktivitäten begonnen werden.

Der Start der aufwändigen Gesuchphase ist bereits vollzogen. Das erste Plangenehmigungsverfahren ist eingeleitet und wird zurzeit vom Bund geprüft. In diesem Gesuch sind alle konzessionsrelevanten Themen, wie Umweltverträglichkeit, Lawinengutachten, Bahnsystem, Förderleistung, Grundeigentümerrechte, Zufahrten, Pistenflächen, Finanzplan, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und vieles mehr enthalten. In einem zweiten Plangenehmigungsverfahren werden dann alle technischen Detailpläne und Nachweise eingereicht.

pd/zim