Sommerpause für Jets gefordert

Emmen fordert vom Bundesrat, dass im Sommer der Fluglärm reduziert wird – auch, um Touristen nicht zu belästigen.

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Die Patrouille Suisse beim Start in Emmen. (Bild: Keystone)

Die Patrouille Suisse beim Start in Emmen. (Bild: Keystone)

«Uns steht, wie anderen Tourismusregionen auch, eine längere Sommerpause zu.» Das sagt der Gemeindepräsident von Emmen, Thomas Willi, mit Blick auf den Militärflugplatz Meiringen. Dort macht die Luftwaffe im Sommer acht Wochen Pause – und trägt somit der Touristen-Hochsaison Rechnung. Emmens Gemeindepräsident Willi pocht nun auf gleich lange Spiesse. Willi hat indes noch mehr Argumente im Köcher, mit denen er die Forderung untermauert. So sei im letzten Sommer eine Vielzahl Reklamationen fluglärmbelästigter Personen bei den Behörden eingegangen, weil in diesem Sommer besonders viele Flugbewegungen von F/A-18-Jets stattfanden.

Brief an den Bundesrat

Dies alles hat den Emmer Gemeinderat veranlasst, einen Brief nach Bern zu schicken. Konkret verlangt Emmen von VBS-Chef Ueli Maurer: «Wir bitten das VBS, die Möglichkeit einer zweimonatigen Ruhephase für den Flugplatz Emmen während der Sommerzeit zu prüfen», so Willi. In Emmen sei der Flugplatz im Sommer bereits heute normalerweise während vier Wochen gesperrt; Emmen fordert nun, dass während weiteren vier Wochen keine Kampfjets ab Emmen abheben oder auf dem Flugplatz landen. Zusätzlich will der Gemeinderat erreichen, dass auch die Kunstflugstaffel Patrouille Suisse im Sommer weniger fliegt.

Laut Gemeindepräsident ist aus dem Bundeshaus bereits eine Empfangsbestätigung gekommen, aber das reicht Emmen bei weitem nicht: «Wir möchten mit dem Chef VBS ein direktes Gespräch führen», hält Willi fest. Bei der Ruag in Emmen, welche die Flugzeuge der Luftwaffe wartet, pocht man indes darauf, dass der Flughafen möglichst oft anfliegbar ist. Die Luftwaffe selber reagiert gereizt auf die Emmer Forderung.

Lea Wertheimer

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