Sommerwärme im Winter nutzen: Ein HSLU-Projekt zeigt, wie das günstig möglich ist

Die Wärme des Sommers im Winter zum Heizen nutzen – technisch ist dies mit saisonalen Speichern möglich, aber teuer. Forschende der Hochschule Luzern wollten nun wissen, wie man die Investitionskosten reduzieren kann.

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(lil) Im Sommer haben wir zu viel, im Winter zu wenig: Sommerwärme in den Winter hinüberzuretten, ist dank thermischer Speicher möglich. Solche sind in mehreren Mehrfamilienhäusern in Kombination mit Solarkollektoren bereits im Einsatz. Sie bewahren die Wärme über mehrere Monate hinweg. Nur: Die Installation ist teuer und findet darum bisher wenig Verbreitung.

Forschende der Hochschule Luzern haben nun anhand eines eigens dafür entwickelten Simulationsmodells herausgefunden, unter welchen Rahmenbedingungen die Investitionskosten reduziert werden können. «Wärme saisonal zu speichern macht deshalb Sinn, weil die Hälfte des Schweizer Energieverbrauchs – in Haushalten sogar mehr als 80 Prozent – auf Wärme entfällt», steht es in der entsprechenden Mitteilung der HSLU.

Mit Hilfe des Simulationsmodells spielte das Team der Hochschule Luzern verschiedene Szenarien durch. Die Studie hat gezeigt, welche Regelstrategie angewendet, welche Dämmmaterialien und welche Art von Wärmespeicher verwendet werden müssten, um die Kosten minimal zu Halten. Darüber hinaus hat sich herausgestellt: Der Einbau eines Speichers in ein neues Gebäude ist deutlich günstiger als eine nachträgliche Aufrüstung.

Weitere Informationen und ausführliche Details zur Studie und den Resultaten sind hier ersichtlich.