SONDERAUSSTELLUNG: Natur-Museum zeigt keltische Adlige aus Sursee

Fein bekleidet und reich geschmückt war die junge Keltin, die noch bis vor kurzem in Sursee LU begraben lag. Nach der Konservierung und Restaurierung zeigt die Kantonsarchäologie nun im Natur-Museum Luzern die Ergebnisse der wissenschaftlichen Bearbeitung.

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Der sensationelle Fund; hier noch in der Erde in Sursee. (Bild: pd)

Der sensationelle Fund; hier noch in der Erde in Sursee. (Bild: pd)

Im Hofstetterfeld Sursee entsteht in diesen Jahren ein neues Stadtquartier. Seit 2011 gräbt die Kantonsarchäologie auf dem über 100'000 Quadratmeter grossen Areal mit grossem Erfolg: Funde aus der Bronzezeit, Eisenzeit, aus der römischen Epoche und dem Frühmittelalter zeigen, dass das Gebiet seit Tausenden von Jahren vom Menschen genutzt wird.

"Absolutes Highlight" sei ein keltisches Frauengrab, teilte die Kantonsarchäologie mit. Um 300 v. Chr. wurde eine junge Frau in einem Baumsarg aus Eiche bestattet. Die Frau gehörte dem helvetischen Adel an, die reichen Beigaben aus Silber und Bronze gelegen ihre gehobene gesellschaftliche Stellung.

Nun wurde das Grab im Museum in naturgetreuem Massstab rekonstruiert. Die Funde werden erstmals öffentlich präsentiert. Die Ausstellung öffnet am (heutigen) Freitag mit einer Vernissage und dauert bis am 19. Oktober 2014. Sie gibt auch Einblick in verschiedene Naturwissenschaften, welche beigetragen haben, das Leben und die Lebensumstände der jungen Keltin zu rekonstruieren.

(sda)